Fusion soll den Weg in die Profitabilität ebnen
Düsseldorf, München. Ihren 29. Geburtstag verbrachte Julia Neumann in einem Berliner Notariat. Statt Kerzen auf einer Torte auszupusten, unterzeichnete sie wichtige Dokumente, die für ihr Unternehmen große Veränderungen bedeuten. Neumann leitet die Geschäfte von Keleya. Das Unternehmen bietet Onlinekurse für Schwangere an. Mit ihrer Unterschrift bestätigt sie, dass sie das bald nicht mehr allein macht.
Ihre Firma Keleya fusioniert mit dem Unternehmen Kinderheldin, das sich ebenfalls auf die Unterstützung von Schwangeren und die zeit danach spezialisiert hat. Während Keleya Frauen in dieser herausfordernden Lebensphase mit Informationen via App und Website unterstützt, ermöglicht Kinderheldin Einzelgespräche mit einer Hebamme per Videochat. Beide Unternehmen bieten auch Live-Kurse an.
Die Ideen der Start-ups wirken auf den ersten Blick so, als könnten die Geschäftsmodelle zu einem schnellen Erfolg führen. So berichtete der Deutsche Hebammenverband, dass im Jahr 2023 so viele Hebammen wie nie zuvor freiberuflich tätig waren. Dieser Anstieg von Freiberuflern und die geringer werdende Zahl von Hebammen in Krankenhäusern zeigen, dass sich die Hebammen zunehmend spezialisieren. Trotz des kontinuierlichen Rückgangs der Geburtenrate in Deutschland gibt es aber einen Mangel an Hebammen, wie verschiedene Medienberichte belegen.
Britta Rybicki, Carolin Rainer
01.05.2024 – 21:44 Uhr