Der Nestbautrieb beginnt – schöne und smarte Einrichtungstipps für das Babyzimmer

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Das Einrichten des ersten Babyzimmers ist ein ganz besonderer Meilenstein in deiner Schwangerschaft. Nach 40 Wochen Wärme und tiefer Geborgenheit, soll dein Baby nun natürlich einen ebenso sicheren und liebevollen Platz in seinem neuen Zuhause bekommen. Wir verraten dir, wie du ganz einfach Funktionalität mit Design verbindest. Freu dich, auf ein gemütliches, wie praktisches Babyzimmer zum Pflegen, Kuscheln und Träumen!

Mama trägt die Kugel, andere schleppen die Kartons – sicher mit Babybauch durch Einrichtungshäuser und Baumärkte

Bald ist es soweit! Noch stehst du in einem leeren Zimmer deines Zuhauses, das in wenigen Wochen einen neuen Mitbewohner begrüßen soll. Doch bevor das Babyzimmer bezogen werden kann und sich dein Kind hier wohl und sicher fühlen kann, muss noch einiges getan werden: Wände streichen, Möbel aussuchen und aufbauen, Vorhänge anbringen und diverse andere Anstrengungen werden sicherlich noch auf deiner langen Liste stehen. Natürlich, du möchtest es deinem Baby so schön wie möglich machen und alles ganz bewusst auswählen, aber irgendwie wird es auch immer anstrengender, sich mit wachsendem Bauch durch Baummärkte und Möbelhäuser zu schleppen. Auch, wenn du am liebsten alles sofort und selbst erledigen möchtest, lass dir helfen! Handwerkliche Arbeiten sollten ab sofort vom werdenden Papa, von der Familie oder von Freuden übernommen werden. Papas sind außerdem mächtig stolz darauf, etwas mit eigenen Händen für den Nachwuchs aufzubauen. Überlass das Schrauben und Schleppen also ausnahmslos den Nicht-Schwangeren! Dein Einsatz ist in den letzten Wochen an anderer Stelle gefragt.

Safety first! Sichere Farben, Möbel und Stoffe fürs Babyzimmer

Das erste Zimmer sollte deinem Baby vor allem eins sein: Ein Ort der Geborgenheit. Die Sicherheit steht daher im Babyzimmer an erster Stelle. Hat dein Bauch vorher dein Baby gut beschützt, so ist es nun vielen versteckten Gefahren im Alltag ausgesetzt, denen wir uns oft gar nicht so bewusst sind. Achte daher beim Möbeleinkauf besonders auf die Beschaffenheit. Viele Möbelhersteller fertigen Kinderbetten, Kommoden und Regale so, dass sie die Sicherheitsanforderungen zum Beispiel durch abgerundete Ecken erfüllen. Da das Babyzimmer oft das spätere Kinderzimmer wird, gibt es hier auch bereits intelligente Möbel, die mitwachsen, wie Z.B. Wickelkommoden, bei denen sich der Aufsatz einfach demontieren lässt und somit auch noch als normale Kommode nutzbar sind. Viele Kinderbetten sind durch herausnehmbare Stäbe und verstellbare Höhen sogar bis zum späten Kindergartenalter geeignet.

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Bei der Wahl der Wandfarbe, ist nicht nur der Farbton maßgebend. Achte beim Kauf auch auf Qualitätssiegel und versichere dich, dass diese auf Schadstoffe geprüft sind.

Auch, wenn es ein paar Euro mehr sind, bei der Wickelauflage solltest du dich zudem für eine ökologische Alternative entscheiden. Erfrage beim Händler, ob Kern und Außenmaterial frei von dem gefährlichen Weichmacher „Phthalat“ und dergleichen sind. Bei Textilien, wie Stillkissenbezügen, Bettlaken und Schaffellen, achte auf das zertifizierte GOTS (Global organic textile standard) Siegel. Naturmaterialien, wie 100 % Bio-Baumwolle, sind zudem pflegeleicht und bei hohen Temperaturen waschbar. Decken aus Schurwolle, wie vom Merinoschaf, sind zwar etwas empfindlicher, halten aber dein Baby schön warm, ohne, dass es ins Schwitzen kommt.

Auch beim Kauf der Matratze, sollte die Qualität überzeugen. Eine sehr gute Babymatratze ist natürlich frei von Schadstoffen, idealerweise aus Kaltschaum oder Naturfasern, eher härter gefedert und so gebaut, dass genügend Luft zwischen den Kammern zirkulieren kann und somit die besten Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf erfüllt.

Waldtiere, Seeräuber oder kleine Astronauten? Wähle ein Einrichtungsmotto für das Babyzimmer

Mädchenzimmer sind rosa, Jungenzimmer sind blau. Alles Quatsch! Diese veraltete Regel stimmt schon lange nicht mehr! Einrichtungsthemen in unisex sind zurzeit bei Kinderzimmern total angesagt. Ob abenteuerliches Piratenschiff, wilde Tiere, tapfere Indianer, Märchenfiguren oder zweifarbig mit ein paar bunten Akzenten – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bevor du mit dem Einrichten des Babyzimmers beginnst, lege dich auf nur ein Thema fest, welches du dem Raum geben möchtest. Anhand dieser klaren Linie, kannst du dich einfacher bei der Auswahl der Möbel und den Accessoires orientieren. Auch die Wände können mit schönen Wandstickern oder selbstentworfenen Motiven dekoriert werden. Zum Thema Raumfahrt passt z.B. eine Rakete in leuchtender Sternlandschaft mit großem Vollmond anderen Planeten. Inspiration findest du unter anderem bei Pinterest unter der Suche „Kinderzimmer Wandgestaltung“.

Perspektivenwechsel – das Babyzimmer mit Kinderaugen sehen

Die Einrichtung des Babyzimmers muss aber nicht nur dir gefallen. Dein Baby sieht die neue Welt aus einer völlig anderen Perspektive. Farben, Muster, Lichtspiele und sanfte Klänge, sprechen die noch nicht vollständig ausgeprägten Sinne eines Neugeborenen total an. Auch, wenn dir das bunte Mobile über dem Bett selbst vielleicht nicht so gut gefällt, dein Baby wird seine Farbenpracht lieben. Dennoch, achte beim Kauf von Babyspielzeug darauf, dass du es nicht übertreibst und dein Baby keiner völligen Reizüberflutung ausgesetzt ist, wenn es in seinem Bettchen liegt. Apropos: Aus der Horizontalen gesehen, sieht die Welt nochmal ganz anders aus. Dein Baby wird am Anfang die meiste Zeit auf dem Rücken liegen. Also, guck doch mal, bevor du das Mobile anbringst: Wie sehen die Objekte eigentlich so aus der Sicht von unten aus?

Ordnung muss sein – die Wickelkommode und den Kleiderschrank sinnvoll einrichten

Der Shoppingwahnsinn hat dich in deiner Schwangerschaft schon häufiger gepackt? Dann hast du spätestens beim Einräumen des Kleiderschranks und der Wickelkommode ein Problem: Wohin mit den vielen Stramplern, Mützen und Drogerieartikeln im Babyzimmer? Ein durchdachtes Ordnungssystem ist hier die Lösung.

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Die Wickelkommode – ein sauberes System

Wickeln, Waschen, Anziehen. An der Wickelkommode wirst du im ersten Lebensjahr viel Zeit mit deinem Baby verbringen. Damit du nicht jedes Mal nach der Wundcreme im Babyzimmer suchen musst, kannst du dir mit einem logischem System unnötiges Suchen ersparen. Zunächst solltest du die Pflegeutensilien priorisieren: Welche Dinge brauchst du regelmäßig? Was benutzt du weniger häufig? Die wichtigsten Sachen solltest du immer griffbereit auf der Kommode haben. Für Wasser zur Morgenwäsche, Lotions und Pflegetücher, gibt es speziell dafür vorgesehene Plastikschüsseln zum seitlichen einhaken. Kleiderhaken auf der anderen Seite der Kommode, bieten zudem die Möglichkeit Handtücher und Kleidung griffbereit aufzuhängen. Auch der Tagesbedarf an Windeln lässt sich in einer schönen Stoffbox (damit sich dein Baby nicht stoßen kann) prima darauf platzieren. Ein Regal über der Kommode schafft zusätzlichen Ablageplatz für weitere Tiegelchen zwischen hübschen Bilderrahmen, Büchern oder Spielzeug. Utensilien, die weniger häufig zum Einsatz kommen, wie Zäpfchen oder ein kleiner Vorrat an Hygieneartikeln lassen sich geordnet in offenen Boxen verschiedener Größe in den Schubladen aufbewahren. Spuktücher, Bodys, Strümpfe oder Schlafanzüge sind zudem in den unteren Schubladen gut aufgehoben.

So bekommst du Ordnung in den Kinderkleiderschrank

Strickpullover, Strampler, Hosen, Shirts etc. Bestimmt hast du die bereits größere Auswahl an Babykleidung auch schon in größeren Konfektionen gekauft. Dann sortiere zunächst die noch zu großen Klamotten in zwei schöne Aufbewahrungsboxen mit Deckel. Die kannst du erst auf dem Kleiderschrank abstellen und nach und nach Klamotten austauschen. Blusen bzw. Hemden, Jacken und Westen sind am besten an Kleiderbügeln aufzuhängen. Liegewäsche wie Hosen, Shirts und Pullover sind platzsparend zu falten und separat in den Fächern zu stapeln. Den unteren Boden im Schrank kannst du noch sinnvoll für einen Windelvorrat und andere Reserven nutzen. Von außen lässt sich der Kinderkleiderschrank übrigens mit hübschen Knäufen individualisieren. Kommodenknöpfe gibt es derzeit paarweise bei etlichen Einrichtungshäusern und lassen sich auch einfach online nachbestellen. Nach Belieben kannst du die Knäufe austauschen und dem Schrank günstig einen komplett neuen Look geben.

Kuschelige Accessoires mit Höhlencharakter sorgen für den Wohlfühlfaktor im Babyzimmer

Stehen die Möbel, ist endlich Zeit zum Entspannen. Die richtigen Accessoires verleihen dem noch kahlen Raum persönlichen Charme und schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Mit einer kleinen Still- bzw. Kuschelecke, kannst du einen ganz persönlichen Rückzugsort für dich und dein Baby kreieren. Wenn du bereits einen gemütlichen Ohrensessel hast, kann ein schöner Baldachin aus leichtem Stoff darüber eine abgeschirmte Mama-Baby-Zone schaffen. Am Himmel des orientalischen Hängezeltes, lässt sich eine batteriebetriebene Lichterkette ganz einfach mit ein paar Sicherheitsnadeln anbringen und sorgt so für Sternenhimmel-Atmosphäre beim Stillen und Schmusen. Später kannst du den Sessel gegen eine Matratze oder eine Spielmatte austauschen, die du mit vielen Kissen rundherum auslegst. So funktionierst du den Stillplatz im Handumdrehen zur Spielecke um und du kannst deinem Kind spannende Geschichten unterm Baldachin erzählen.

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Mit unbehandelten Schaffellen auf dem Boden und auf dem Sessel, lässt sich zudem ein gemütliches Raumklima schaffen. Ein Nachtlicht oder ein Wasserschälchen mit ein paar Tropfen ätherischem Lavendelöl auf dem Heizkörper, sprechen weitere Sinne an und können zu einem wunderbaren Einschlaf-Ritual werden. Mit langen, blickdichten Vorhangschals und Stoffjalousien an den Fenstern, lässt sich der Raum auch tagsüber für ein ruhiges Mittagsschläfchen abdunkeln.

Wenn das Bett inkl. Matratze aufgebaut ist und die Seiten rundum ausgepolstert sind, kannst du mit einem zusätzlichen Nestchen darin bewirken, dass sich dein Baby am Anfang nicht so verloren in dem noch riesigen Bett vorkommt, sondern sicher in seinem kleinen Kokon schlummert.

Ganz gleich, was für ein Motto du wählst, für welche Farben und für welche Möbel du dich nun entscheidest – das schönste und kostbarste Unikat im Babyzimmerzimmer, wird immer dein Kind sein!

Nadja Tietdtke, Mama Hamburg

Autorin: Nadja Tiedtke, Mama eines 10-Monate alten Sohnes und Journalistin mit eigenem Blog: mama-hamburg.de

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