Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung

Keleya Redaktion 30.04.21
Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung

Das letzte Trimester hat begonnen, das Ende der Schwangerschaft steht unmittelbar bevor. Jeden Tag wird sich dein Körper nun auf die Geburt vorbereiten, es werden Übungswehen einsetzen, der Bauch wird sich senken, du wirst ruhiger werden. Das sind alles gute Anzeichen, dass die Geburt immer näher rückt und du dein Baby bald in Armen halten wirst.

Je näher der Geburtstermin rückt, desto häufiger fragst du dich auch vielleicht, ob du nicht auch selbst auf sanfte Weise die Geburt anstupsen kannst. Schließlich sind die letzten Tage beschwerlich, du wirst schlechter schlafen, dein Baby drückt auf die Blase, der Bauch ist riesig und spannt, das Sodbrennen nimmt vielleicht nochmal zu, der Rücken schmerzt, alles wird beschwerlich – da ist der Wunsch nach dem Kuscheln mit deinem Baby nur verständlich.
Und ja, es gibt auch Möglichkeiten, um die Geburt sanft anzustoßen. Eine Möglichkeit dafür sind Wehentees, andere Optionen sind auch moderate Bewegung wie Stiegen steigen, ein Heublumendampfbad, eine Fußreflexzonenmassage oder Sex sollen unterstützen, dass die Wehen losgehen. Nimm dir in den letzten Tagen also viel Zeit für dich selbst und versuche, deinen Körper zu unterstützen.
Eines ist aber wichtig: Hol dir den Rat deiner Hebamme ein, bevor du selbst aktiv wirst und ein Mittelchen nach dem anderen probierst. Deine Hebamme oder auch dein Arzt wird dir sagen, ob es schon in Ordnung ist zu versuchen, die Geburt sanft anzustupsen. Denn für dein Baby ist eines klar: Je länger es im Bauch bleibt, desto besser.

Warum sind Himbeerblätter so gut?

In der Geburtshilfe ist dieser Tee ein traditionelles Hausmittel, das gerne von Hebammen empfohlen wird, wenn es um die Geburtsvorbereitung geht. Speziell in den letzten 2-3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder wenn dieser bereits verstrichen ist, soll er die Wehen fördern.
Wenn du gerne Kräutertees trinkst, dann wirst du die getrockneten Blätter auch lieben: Es ist ein Tee, der aus den getrockneten Blättern der Himbeere besteht und einen herb-süßen Geschmack hat. Leider hat er geschmacklich mit den leckeren Himbeeren aber nichts gemeinsam. Du bekommst ihn in der Apotheke, in Bio-Läden und Online-Shops. Egal ob in loser Form oder als Teebeutel – beide Varianten eignen sich zur Geburtsvorbereitung.

So stellst du Himbeerblättertee selbst her

Du kannst den Tee auch selbst herstellen, indem du die Blätter von Himbeerbüschen pflückst und sie an einem heißen Tag trocknen lässt. Achte nur darauf, dass die Himbeeren nicht nah an Straßen wachsen, sondern in der Natur stehen, damit sie nicht mit Schadstoffen belastet sind. Alternativ kannst du die Blätter auch bei niedriger Temperatur im Backrohr lassen.

Kann Himbeerblättertee Wehen auslösen?

Hebammen sind sich einig: Wehen werden nur dann ausgelöst, wenn dein Körper und dein Baby dazu bereit sind. Dann setzen auch die Wehen ein. Es sind Hormone, die die Geburt auslösen – und dennoch wird davor gewarnt, ihn vor der 34. Schwangerschaftswoche zu trinken. Das wäre für einen Geburtsbeginn für dein Baby viel zu früh, deswegen wird es erst später empfohlen.
Um Wehen ungewollt oder zu früh auszulösen, müsste der Tee wohl in viel zu hoher Dosierung über einen großen Zeitraum getrunken werden. Davor ist abzuraten.
Aber korrekt angewandt überwiegen die positiven Eigenschaften für dich als werdende Mutter, ohne deinen Baby zu schaden.

Himbeerblättertee Wirkung

Die Blätter beinhalten Vitamin C, Eisen, Kalzium, sie wirken entzündungshemmend und antibakteriell, aber auch gewebeauflockernd und durchblutungsfördernd. Himbeerblättertee wird verschiedene Wirkungsweisen nachgesagt, die besonders kurz vor der Geburt positive Eigenschaften haben:

  • Die Durchblutung wird gefördert
  • Gebärmutter- und Beckenmuskulatur wird gelockert und entspannt
  • Der Muttermund wird weicher und öffnet sich damit einfacher
  • Einem Dammschnitt kann vorgebeugt werden
  • Die Wehenphase wird verkürzt
  • Er wirkt krampflösend
  • Die Wehen werden leichter ertragen

Zwar ist seine Wirkung nicht vollständig erforscht und geklärt, doch viele Frauen berichten, dass die Wehen weniger schmerzhaft waren und die Geburt kürzer dauerte, nachdem sie in den letzten Wochen der Schwangerschaft Himbeerblättertee getrunken haben. Deswegen wird es als Hausmittel zur Geburtsvorbereitung auch von Hebammen gerne empfohlen. Genauso wie andere natürliche Mittel ist auch dieser Tee kein Wundermittel, aber er kann zu einem schönen Geburtserlebnis einen Beitrag leisten.

Himbeerblättertee Anwendung:

Wie viele Tassen sind erlaubt?

Wie andere Tees, sind auch diese Blätter ein Heilmittel und du solltest dich an die Dosierung halten und ihn nicht überdosieren.
Hebammen und Ärzte empfehlen aber der 37. Schwangerschaftswoche mit dem Tee anzufangen. Beginne zunächst mit einer Tasse pro Tag und steigere die Tassenanzahl langsam – immer unter der Beobachtung der Wirkung. Mehr als vier Tassen pro Tag sollten es dann aber auch nicht sein.
Entscheidend ist ein regelmäßiger Genuss, damit sich deine Wirkung entfalten kann. Aber bitte nicht zu viel auf einmal, sondern mit Pausen:

  • SSW 37: Täglich eine Tasse trinken
  • SSW 38: Keinen Tee trinken
  • SSW 39: Bis zu 4 Tassen pro Tag
  • SSW 40: Pause einlegen

Diese Pausen sind wichtig, damit es zu keiner Überdosierung kommt, die die positive Wirkung verhindern würde.
Unmittelbar vor der Geburt empfehlen Hebammen zur Wehenförderung gerne eine größere Menge zu trinken – das sollte aber nur in Absprache mit der Hebamme erfolgen, genauso andere Mittel zur Weheneinleitung wie ein Wehencocktail.  

Himbeerblättertee Zubereitung

Für eine Tasse nimmst du ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blätter und übergießt sie mit sprudelndem, heißem Wasser (250ml). Lass den Tee etwa 10-15 Minuten ziehen – je nachdem, wie intensiv du den Geschmack möchtest. Wenn du magst, kannst du ihn auch mit ein wenig Honig süßen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Himbeerblättertee ist aber nicht nur für die Geburtsvorbereitung und während der Geburt ideal, sondern auch im Wochenbett. Er regt die Darmtätigkeit an und wirkt dadurch entgiftend, er wirkt aber auch zyklusregulierend und milchbildend – und auch bei Menstruationsbeschwerden ist der Tee ein idealer Begleiter. Du siehst, seine Anwendungsgebiete sind vielfältig.

Wann du auf Wehentees verzichten solltest

Nicht für jede Schwangere sind Wehentees zur Geburtsvorbereitung geeignet. Wenn du etwa zu frühzeitigen Wehen neigst oder dein Muttermund bereits frühzeitig geöffnet ist, solltest du lieber auf Tees und andere Hausmittel zur Vorbereitung auf die Geburt verzichten. Auch bei Bluthochdruck, bei Blutungen in der Schwangerschaft oder wenn du einen geplanten Kaiserschnitt hast, wird von dem Verzehr abgeraten. Wenn du dir unsicher bist, sprich deine Hebamme oder deinen Arzt nochmal darauf an.

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