Weihnachten in Corona-Zeiten – 5 Tipps, wie du gesund und emotional stark durch diese Zeit kommst

Giulia Catana 08.12.20
Christmas with kids

Was für ein Jahr! Erst im Frühjahr wurde dein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt und einmal durchgewirbelt. Sei es, dass du dein Kind nicht wie gewohnt in die Betreuung geben konntest und plötzlich rund um die Uhr im Einsatz warst. Oder du konntest dein Baby nicht  wie geplant zur Welt bringen, bzw. nach der Geburt nicht mit anderen Mamas Austausch finden. Vielleicht erwartest du auch gerade dein 1. Kind und würdest jetzt so gern die Familie und Freunde um dich haben und auch wenn das kleine Wunder endlich da ist? Was auch immer dir ganz speziell Probleme bereitet hat, du hast es irgendwie bisher trotzdem durch die Corona-Zeit geschafft und sehnst dich nun seit Monaten endlich mal wieder nach Normalität, Zuversicht und einem wundervollen Weihnachten. 

So, wie du es schon immer gefeiert hast, oder erstmalig mit Kind feiern wolltest. Im Kreise aller Lieben, oder mit vielen Freunden, die du so lange nicht hast sehen können. Doch schon wieder packt uns alle diese sehr anstrengende Zeit und wir stellen fest, dass uns Weihnachten in Corona-Zeiten zusätzlich vor große neue Herausforderungen stellt. Vor allem seelisch. Nichts ist, wie wir es uns wünschen und doch sollte uns gerade Weihnachten Kraft und Wärme spenden! Wie soll das gehen, wenn sich durch die Maßnahmen nicht das Weihnachten realisieren lässt, dass man sich so sehr wünscht? Zu all dem seelischen Stress soll jetzt auch noch das Weihnachtsfest ausfallen? Nein! 

Familie sitzt in weihnachtlich dekoriertem Wohnzimmer

Damit du und deine Familie auch dieses Jahr ein schönes Weihnachten verbringen können, sind hier 5 Tipps für dich:

1. Finde das Positive an Weihnachten in Corona-Zeiten

Wenn negative Gedanken mich beschäftigen, versuche ich mir vor Augen zu führen, was denn das Positive an der Situation sein könnte. Schreibe dir am besten auf einem Zettel für dich auf, warum dieses Weihnachten besonders schön sein kann. Mir fallen gleich mehrere Sachen ein: keine hektischen Adventseinkäufe in überfüllten Geschäften, keine gehetzten, schlecht gelaunten Menschen, keine vollen Straßen, kein Gedränge und Geschubse auf Weihnachtsmärkten (ja, die vermisse ich trotzdem, aber nicht das Gedränge). Bestimmt fallen dir ganz persönlich auch noch viele weitere positive Dinge an Weihnachten in Corona-Zeiten ein.

2. Nutze die „neu“ gewonnene Zeit

Zeit ist in unserer hektischen Welt das höchste Gut geworden. Also mach die Besonderheiten von Weihnachten in Corona-Zeiten zu deiner „neuen Zeit“. Wir alle wissen doch, wie stressig die Adventszeit in den vergangenen Jahren immer war, schwups war Weihnachten und man war eigentlich gar nicht „bereit“ dafür. Das kannst DU dieses Jahr anders machen: wir nutzen die gewonnene Zeit, um viel mehr als Familie zusammen zu sein. Ob wir backen, viel gemeinsam spazieren gehen, gemeinsam singen oder malen und basteln. Dieses Jahr haben wir Eltern viel mehr Zeit dafür und das tut nicht nur unserem Stresslevel gut, sondern auch unseren Kindern, die die gemeinsame Zeit für immer in ihren Erinnerungen behalten werden. 

3. So kommst Du seelisch gesund durch die Corona-Weihnachtszeit

Mit Sicherheit bringt der Gedanken an ein Weihnachten zu Corona-Zeiten viele Sorgen mit sich. Viele Familien wissen nicht, wie es weitergehen soll, stehen möglicherweise vor finanziellen Herausforderungen, andere sorgen sich um die Gesundheit der eigenen Familie und Angehörigen und wünschen sich einfach nur, dass das alles endlich vorbei ist. Wenn ich mich dabei ertappe, mir zu viele Sorgen zu machen, dann stelle ich mir vor, was eigentlich noch schlimmer sein könnte. Und mir hilft dann immer der Gedanke an meine beiden Großeltern (Jahrgang 1902 und 1906). Wie du schon an den Jahreszahlen erkennen kannst, haben sie zwei Weltkriege miterlebt und überlebt. Sie haben zum Teil ums nackte Überleben kämpfen müssen und konnten lange überhaupt keine Schule besuchen, weil es keine gab. Bei diesen Gedanken relativieren sich meine Sorgen ziemlich schnell. Vielleicht kennst auch du eine Person, die Schlimmes durchlebt hat und es hilft dir zu wissen, wie diese Person ihre Krise gemeistert hat.

Familie steht zusammen vor Weihnachtsbaum

4. Sorge für eine ausgewogene, gesunde Ernährung 

Wir alle haben im Frühjahr wieder mehr selbst gekocht, als früher und das ist eine grundsätzlich gute Entwicklung. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung sind schließlich ein Schlüssel, um gesund zu bleiben. Das gilt vor allen Dingen jetzt in der kalten Jahreszeit! Doch wie sollen Eltern Gesundes auf den Tisch stellen, wenn den Kindern nicht alles schmeckt? Wir haben als Familie gemeinsam alle Gerichte aufgeschrieben, die allen schmecken. Das ist eine Liste von 50 Gerichten geworden. Diese Gerichte habe ich den Kategorien Fleisch, Fisch, vegetarisch, Suppe, Nudelgericht, süße Hauptspeise zugeordnet und jeder Kategorie auf der Liste eine Farbe gegeben. Jeden Samstag erstellen wir dann gemeinsam einen Essensplan für die kommende Woche: die Kinder wissen, es gibt immer nur alle Farben, also müssen wir aus diesen auswählen und es gibt nicht 5 mal die Woche Nudeln. So kaufe ich auch nie zu viel ein, denn ich weiß genau, was ich wann koche und welche Zutaten ich dafür benötige. Glaube mir, das spart nicht nur viel Zeit und Nerven, sondern auch bares Geld. 

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5. Gestalte ein unvergessliches Weihnachten trotz Corona-Zeiten 

Last but not least: wie soll man denn überhaupt Weihnachten in Corona-Zeiten feiern? Eigene Erfahrungswerte habe ich selbst auch nicht. Was ich aber weiß ist, dass Weihnachten das Fest der Liebe und der Familie ist. Und das kann uns die Krise nicht nehmen. Wenn wir vor dem Fest unsere Kontakte reduzier, wir uns auf die wichtigsten Menschen, nämlich uns als Familie, konzentrieren, kann das auch einen positiven Effekt haben: Weihnachten wird wieder zu einem besinnlichen Moment und nicht zur Geschenkeschlacht mit Termindruck zwischen Krippenspiel und Weihnachtsbraten. 

Ich habe mir also folgendes ausgedacht: jedes Familienmitglied darf sich eine Sache wünschen, die es gern an Weihnachten machen würde. Wie wäre es, mit mal etwas ganze anderem, z.B. eine Popcorn-Kette basteln und auf den Baum drapieren? Oder die Kinder wünschen sich Stop-Tanz um den Weihnachtsbaum? Du wünscht dir, dass ihr alle gemeinsam singt (und früher wollten die andern das nie?). Wenn jeder einen Wunsch frei hat, werden alle den Wunsch respektieren und gern mitmachen. 

So stelle ich mir vor, wird dieses Corona-Weihnachten für alle in guter Erinnerung bleiben und etwas ganz Besonderes sein. 

In diesem Sinne wünschen ich dir frohe Weihnachten!

Über die Autorin

Giulia Catana, Personalleiterin in Vollzeit UND Herzblut-Mama von zwei Jungs. Auf  www.happyandfamily.com und ihrem Instagram Kanal @happyandfamily zeigt sie, wie es ihr gelungen ist, Beruf und Familie zu vereinbaren und ein zufriedenes Familienleben zu führen. Mamas finden bei ihr Tipps, wie sie trotz Stress ausgeglichener und entspannter den Alltag meistern und mit besseren Nerven ihre Kinder liebevoll ins Leben begleiten.



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