Mamas, verbindet euch! – Fünf Fragen an Momunity

Liebe Charlotte, du hast Momunity zusammen mit Julia gegründet. Ihr seid beide Mütter und habt eine Networking App für Mamas auf den Markt gebracht. Wir wollen gerne wissen, wie es dazu kam, was die App macht und wer sie derzeit nutzen kann.

  1. Wie ist die Idee zu Momunity entstanden? Hättet ihr euch so eine App gewünscht?

Die Idee zu Momunity ist tatsächlich aus dem eigenen Wunsch heraus entstanden, ein zeitgemäßes Tool zu nutzen, das mich mit anderen Mamas in meiner Umgebung für Austausch und Support zusammen bringt. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mit dem Kinderwagen mal wieder alleine durch die Straßen zog, als mir dieser fixe Geistesblitz kam. (lacht)

Als nach der Geburt meines Kindes die erste Euphorie über meine neue Lebensphase als Mama nachließ, übermannte mich mein neues Leben. Mein kinderloser Freundeskreis tanzte noch vergnügt bis tief in die Nacht auf dem Partyschiff, während ich langsam aber sicher auf meinem kleinen, neuen Familien-Kahn alleine davon schipperte… Ich war keineswegs schwermütig und sehnte mich auch nicht zurück in mein altes Leben, aber ich fühlte mich doch oft einsam und sozial isoliert.

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Durch meinen neuen Lebensmittelpunkt veränderten sich natürlich auch meine Interessen und Prioritäten und ich hatte das starke Bedürfnis, mit anderen Gleichgesinnten einen Teil meines Weges zusammen zu gehen, mich auszutauschen und mit ihnen spontan den Mama-Alltag zu verbringen. Dann realisierte ich, dass es nicht nur mir so erging, sondern vielen Mütter da draußen genauso – und zwar auf der ganzen Welt. Das war der Startschuss für Momunity.

2. Was genau kann man mit der App machen und weshalb brauchen Mamas eine eigene App?

Momunity ist eine kostenlose Networking-App, mit der sich Mamas mit anderen Mamas in ihrer Nähe austauschen, vernetzen, für gemeinsame Aktivitäten verabreden, spontan treffen und neue Freunde finden können. Bei Momunity können sie auf das geballte Wissen einer ganzen Community zugreifen, Fragen stellen und Erfahrungstipps einholen.

Die App ermöglicht einerseits den überregionalen Austausch, andererseits kann ich meinen Newsfeed auch individuell auf meine eigene Region anpassen, sodass ich zum Beispiel nur Beiträge von Mamas aus meiner näheren Umgebung erhalte. Auf einer Map kann ich sogar sehen, welche Mamas in meiner Nähe wohnen und – sofern sie sich auf der Karte sichtbar geschaltet haben – auch, wo meine Mamafreunde ihren Nachmittag verbringen, um nach Herzenslust „mal eben“ dazuzustoßen.

Früher wohnte die eigene Familie unter einem Dach oder zumindest im gleichen Dorf, sodass Mütter im Alltag mit den Kindern meist familiären Support bekamen. Dieses Konstrukt ist heutzutage allerdings kaum noch existent.

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Mama-Kind-Treffen auf dem Spielplatz, Foto: Sylvie Gagelmann

Früher wohnte die eigene Familie unter einem Dach oder zumindest im gleichen Dorf, sodass Mütter im Alltag mit den Kindern meist familiären Support bekamen. Dieses Konstrukt ist heutzutage allerdings kaum noch existent – vor allem in Großstädten nicht, wo viele Zugezogene leben. Umso wichtiger ist es, dass wir Mütter uns untereinander viel mehr unterstützen. Wir sitzen alle im selben Boot, wir haben dieselben Themen, tun tagtäglich dieselben Dinge, stellen uns den gleichen Herausforderungen und haben dazu noch meist einen ähnlichen Tagesablauf. Warum uns nicht einfach zusammen und das “Mamasein” gemeinsam genießen? Und gerade weil wir uns in der Rolle als Mutter so nahe stehen, sind wir der Meinung, dass wir ein eigenes Netzwerk brauchen, in dem wir unter uns sind, uns mit Gleichgesinnten verbinden und gegenseitig unterstützen und austauschen können.

3. Wo kann die App genutzt werden?

Momunity kann deutschlandweit genutzt werden. Momentan stehen wir zwar noch am Anfang und so kann es natürlich sein, dass sich in einigen Regionen Deutschlands bislang noch nicht so viele Nutzerinnen tummeln. Das wird sich aber schon ganz bald ändern.

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Mit Momunity andere Mamas aus der Nachbarschaft kennenlernen, Foto: Sylvie Gagelmann

4. Wie vereint ihr selbst den Businessaufbau mit eurem Familienleben?

Das ist tatsächlich eine berechtigte Frage, die sich uns ab und zu auch stellt. (lacht) Zum einen haben wir ein sehr unterstützendes Umfeld. Unsere Männer fangen viel ab und die Kinder genießen ein paar zusätzliche Stunden bei den Großeltern oder einer Nanny. Zum anderen muss man sagen, dass wir unser Business aus unserem eigenen Bedürfnis heraus aufbauen und damit natürlich überaus passioniert und ambitioniert bei der Sache sind.

Momunity ist wie ein weiteres Baby, für das wir nun verantwortlich sind, das täglich gefüttert und versorgt werden will. Die wirkliche Herausforderung ist aber beidem gerecht zu werden, dem Business UND der Familie. Ich persönlich versuche deswegen in meiner Familienzeit immer im Moment mit den Kindern zu bleiben und meinen Gedanken an das Business nicht zu viel Raum zu geben. Manchmal zerren allerdings beide Seiten so stark an mir, dass ich einfach keine Pausen mehr habe. Da muss man sich definitiv eigene Inseln schaffen.

5. Was plant ihr für die Zukunft? Wollt ihr auch schon etwas für Schwangere anbieten?

Zukünftig wollen wir unseren Nutzerinnen noch viel mehr lokale Services, Angebote und Infos an die Hand geben, die ihnen das Familienleben ganz praktisch erleichtern. Sicherlich sind da auch viele hilfreiche Features für werdende Mamas dabei.

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Andere Schwangere kennenlernen, um sich auszutauschen, Foto: Momunity

Schwangere können aber auch schon jetzt bei Momunity mit dabei sein und andere werdende Mütter in ihrer Umgebung kennenlernen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und vor allem von dem geballten Wissen und den Erfahrungstipps solcher tollen Frauen profitieren, die schon Mamas sind. Für die unmittelbare Zukunft planen wir jetzt erst einmal den Launch unserer Android Version, auf die schon so viele warten und dann geht es Schritt für Schritt weiter.

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Julia Laßmann und Lena-Charlotte Schiweck, Gründerinnen von Momunity

 

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Keleya

Für die redaktionelle Arbeit von Keleya ist Sarah Müggenburg federführend verantwortlich. Sie ist Mutter von zwei Kindern und vereint nicht nur das Wissen einer Mutter zweier Söhne, sondern auch die Erfahrung aus über zehn Jahren Pre- und Postnatalyoga mit. Neben der Arbeit für Keleya ist sie natürlich gerne sportlich aktiv und in der Natur unterwegs.

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