Der Beckenboden: manchmal macht er einfach schlapp

Beckenboden nach der Geburt
Der Beckenboden wird bei der Geburt extrem beansprucht. Das richtige Training und Rückbildung nach der Geburt können helfen, Komplikationen wie Beckenbodensenkung oder Inkontinenz zu vermeiden oder zu beheben.

Das erfährst du im Artikel:

Der Beckenboden ist ein Schwerstarbeiter. Als rautenförmige, dreidimensionale Muskelplatte schließt er das Becken nach unten ab und ist somit bei allen Bewegungen mit dabei. Mal stabilisiert er, mal federt er den Druck beim Husten oder Lachen ab, mal sichert er die Kontinenz oder unterstützt den Orgasmus. Sein Engagement ist sowohl von deinem Einsatz abhängig als auch von seiner Vorgeschichte, wie Schwangerschaften und Geburten. Hast du beim Husten, Niesen oder Lachen Harnverlust, ist das ein Zeichen, dass der Beckenboden seiner Funktion nicht mehr ganz gerecht werden kann.

Inkontinenz nach der Geburt

Manchmal sind es Tröpfchen, aber es kann schon auch ein Spritzer oder Schwall sein (1; 2). Viele Frauen gehen auch sehr häufig zur Toilette oder haben nur eine kurze Zeitspanne nach dem Harn- oder Stuhldrang die Toilette zu erreichen. Wenn du sehr häufig zur Toilette gehst, hilft es, zu notieren, wie viel du trinkst und wie oft du zur Toilette gehst. In der Regel sollten 3 Stunden zwischen den Toilettengängen liegen. Überkommt dich ein unerwarteter Harndrang, halte kurz inne und spanne einige Male hintereinander den Beckenboden an und lasse ihn wieder los. Bitte renne bei Harndrang nie zur Toilette! Halte kurz inne, spanne einige Male an und gehe dann in Ruhe zur Toilette. Ist dein Beckenboden zu schwach, hilft nur Training und nach Möglichkeit einige Minuten am Stück mehrmals täglich anspannen. Das richtige Training erlernst du im Keleya Beckenboden Präventionskurs. Um den Beckenboden richtig anzuspannen, musst du keine Beckenbodenexpertin sein. Es genügt, ein paar grundlegende Fakten zu kennen. Die wichtigsten Fakten über deinen Beckenboden erfährst du hier.

Die Beckenbodenmuskulatur

Beckenboden nach der Geburt

Wie ist der Beckenboden aufgebaut?

Ein U-förmiger Muskel zieht sich vom Schambein zum Steißbein und zurück, dabei umschließt er die Harnröhre, die Scheide und den Darm. Dies ist der M. puborectalis, benannt nach den anatomischen Strukturen, die er berührt. Er ist einer von drei Muskeln, welche als M. levator ani bekannt sind. Der zweite Muskel, auch als PC Muskel (Pubo-Coccygeus) oder Schambein- Steißbein Muskel bekannt, umgibt die Geschlechtsorgane. Der dritte Muskel der Darmbein-Steißbein-Muskel (M. iliococcygeus) liegt in direkter Nachbarschaft zu den Hüftrotatoren als äußerster Anteil des allseits bekannten M.levator ani. Das bedeutet, die Muskeln rund um das Steißbein, das Kreuzbein, das Schambein und das Hüftgelenk haben Einfluss auf die Spannung der Beckenbodenmuskulatur. Neben dem M. levator ani mit seinen drei Teilen gehören die innere und äußere Schließmuskulatur der Harnröhre und des Darms dazu. Die innere Schließmuskulatur arbeitet automatisch und die äußere ist aktiv bei Harn- oder Stuhldrang einsetzbar. Willkürliche Anspannung und Entspannung sind wichtige Funktionen, welche die Kontinenz sichern und ermöglichen. Aber bitte denke daran, es ist kein Training den Harnstrahl zu unterbrechen, da dabei der wichtige Reflex gestört wird. Als einmaligen Test kannst du es aber ausprobieren.

Rückbildung nach der Geburt

Teile diesen Beitrag mit deinen Lieben

Hast du schon eine App für deine Schwangerschaft?

Mit Keleya bekommst du die optimale Begleiterin für deine Schwangerschaft & Geburt. Hochwertige Expertenartikel für jede SSW.

Bist du sicher, die Seite zu verlassen, ohne dir die Keleya App zu holen?

+ 250.000 Installationen
5/5