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Was ist der Gender-Pension-Gap?

Der Gender-Pension-Gap bezeichnet die finanzielle Lücke im Rentenalter zwischen den Geschlechtern. Für die Berechnung werden alle drei Säulen der Alterssicherung einbezogen: die gesetzliche, die betriebliche, die private – und das Ergebnis ist alarmierend.

Im Ländervergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD, landet Deutschland sogar auf dem letzten Platz (Stand 2021)1. Zwar ist der Gender-Pension-Gap in den letzten Jahren bei uns etwas geschrumpft, doch mit 46 Prozent ist die Kluft zwischen den Geschlechtern immer noch sehr groß. Unter dem Strich bedeutet das, dass Rentnerinnen bundesweit deutlich weniger Geld zur Verfügung haben als Rentner. Frauen sind folglich im Alter stärker armutsgefährdet und müssen sich deshalb besser absichern.

Besonders interessant: Die Schere öffnet sich erst mit Mitte dreißig! Bis zum Alter von 35 Jahren gibt es noch keinen großen Unterschied bei den erwarteten Rentenansprüchen von Frauen und Männern. Die geschlechtsspezifische Rentenlücke beträgt bei den 26- bis 35-Jährigen sogar nahezu 0 Prozent, wie eine großangelegte Studie 2 der Universität Mannheim und der Tilburg University zeigt. Aber wie kann es denn sein, dass sich der Gender-Pension-Gap erst mit zunehmenden Alter so massiv aufbläht?

Gründe für die finanzielle Lücke

Der wahrscheinlichste Grund für diese Entwicklung sei, dass viele Paare in den Dreißigern eine Familie gründen, erklärt Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Corporate Governance an der Universität Mannheim. Und Mütter verbringen nun mal immer noch mehr Zeit mit unbezahlter Kinderbetreuung, Hausarbeit, Pflege von Angehörigen und so weiter (im Fachjargon auch „Care Arbeit“ genannt) als es im Vergleich die Väter tun.

Klingt nach einem erfolgreichen Team-Management innerhalb der Familie? Ist es in den meisten Fällen bestimmt auch. Aber hier kommt der kritische Punkt: Nur bezahlte Arbeit fließt in die Rente ein.

Es scheint also ein bisschen wie verhext zu sein. Obwohl sich im Alltag im zunehmenden Maße neue, moderne Rollen- und Familienbilder zeigen, Frauen später Kinder bekommen und nach der Geburt durchaus schneller wieder in ihre Berufe zurückkehren, von Gleichberechtigung sind Frauen immer noch weit entfernt. Denn auch längst bekannte Themen wie die ungleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit (der sogenannte Gender-Pay-Gap) und die Diskriminierung von Frauen bei der Besetzung höherer Positionen sind noch lange nicht vom Tisch.

Das Risiko der finanziellen Abhängigkeit von Frauen

Ein Vergleich in Zahlen macht es deutlich: Eine Frau erhält in Deutschland im Schnitt 856 Euro gesetzliche Rente. Ein Mann hingegen durchschnittlich 1.204 Euro (Stand 2021) 3. Beide Renten sind nicht ausreichend, um davon gut im Alter leben zu können, keine Frage, aber für Frauen sieht die Situation eben noch viel dramatischer aus. Und rechnet man dann auch noch die höhere Lebenserwartung des weiblichen Geschlechts mit ein, bekommt das Risiko „Altersarmut“ noch mal mehr Kraft. Denn wer allein lebt, spürt die kleine Rente noch viel stärker.

Was kann frau also tun? Den Mann mehr in die Pflicht nehmen, sich um Kinder und Haushalt zu kümmern? Das ist eine Möglichkeit. Darauf hoffen, dass Arbeitsmärkte und das Rentensystem in Deutschland künftig mehr Chancengleichheit bieten? Ja, auch das. Der effektivste und sicherste Weg ist jedoch ein aktives Angehen gegen die zu erwartende Rentenlücke.

Wie Frauen richtig für das Alter vorsorgen

Das Thema Vorsorge ist oftmals kein beliebtes. Deshalb schieben es die meisten Menschen auch viel zu lange vor sich her. Dabei gibt eine falsche private Vorsorge in der Regel nicht. Auch gibt es nicht nur eine Lösung, sie ist immer situationsabhängig. Meistens ist es ein ganz persönlicher Mix. Wichtig ist aber, dass Frauen rechtzeitig beginnen für später vorzusorgen. Spätestens jedoch, wenn mit dem Muttersein das bisherige Vollzeitarbeitsmodell aufgegeben wird, ist es an der Zeit, dass Frauen ihre Vorsorge anpacken. Denn je früher der Start, desto leichter kann es gelingen, die drohende Einkommenslücke auszugleichen und die Weichen für eine finanziell selbstbestimmte Elternrolle zu stellen. 

Die Berater:innen der Versicherungskammer Bayern unterstützen und begleiten dich Schritt für Schritt, um für dich das passende Vorsorgemodell zu finden. Die Anlage sollte breit gestreut sein, eine hohe Sicherheit bieten und abgeltungssteuerfrei. Mit verschiedenen Vorsorgekonzepten bieten wir dir die Lösung, die am besten zu dir und deinen Lebensumständen passt – so flexibel wie das Leben und auch schon mit kleinen Beiträgen. 

Das Wichtigste ist: Beschäftige dich mit dem Thema und mache Vorsorge zur Frauensache! Die Versicherungskammer Bayern unterstützt dich – und deine Familie – gerne dabei. 

Private Altersvorsorge für Frauen
bei der Versicherungskammer Bayern

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