Die ersten Erfahrungen mit Nahrung sammeln Babys bereits während der Schwangerschaft, denn manche Geschmacksstoffe aus dem Essen gehen ins Fruchtwasser über. Danach liegt es in deiner Hand, dein Baby Schritt für Schritt an die Ernährung heranzuführen.
Stillen – der beste Start für dich und dein Baby
Stillen ist praktisch: Es kostet nichts, ist jederzeit und überall verfügbar und die Muttermilch ist immer in der richtigen Zusammensetzung und Temperatur für dein Baby vorhanden.
Beikosteinführung und Fleisch, Fisch oder pflanzliche Alternativen
Zum Gemüse-Kartoffel-Brei kannst du 1–2 Mal pro Woche etwas Rind, Geflügel oder Schwein hinzugeben, oder das Fleisch durch Fisch wie Lachs ersetzen. Vegetarisch gelingt die Eisenversorgung mit Getreideflocken in Kombination mit Vitamin-C-reichem Saft oder Obst, oder mit roten Linsen in der Kartoffel-Gemüsemischung. Als Fettzusatz eignen sich natives Rapsöl und Omega-3-Öl – wichtig ist, dein Baby ausreichend mit Omega-3, besonders DHA, zu versorgen.
Wichtige Nährstoffe im ersten Lebensjahr
Jod wird für die Gehirnentwicklung und Schilddrüsenfunktion benötigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bis zum 4. Lebensmonat täglich 40 µg Jod, ab dem 4. bis 12. Monat 80 µg. Bei gestillten Säuglingen läuft die Jodversorgung über die Mutter; handelsübliche Säuglingsanfangsnahrung enthält in der Regel ausreichend Jod. Marine Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) werden vor allem für die Regulation des Immunsystems und die Gehirnentwicklung benötigt – DHA fördert zudem die Netzhaut- und Sprachentwicklung.
Selbst gekochter Brei: Hygiene und Haltbarkeit
Achte darauf, Küchengeräte in der Spülmaschine bei mindestens 65°C oder mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich zu reinigen. Selbst gekochten Brei kannst du je nach Zutaten 1–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren, oder bei -18°C bis zu 2 Monate einfrieren. Einmal aufgetaute Portionen sollten nicht erneut erwärmt oder eingefroren werden. Achte außerdem darauf, Lebensmittel möglichst regional, saisonal und in Bio-Qualität zu kaufen.
Bei Fragen zur individuellen Ernährung deines Babys, etwa bei Allergien, Unverträglichkeiten oder Besonderheiten, sprich am besten mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.




