Das Listeriose-Risiko durch Camembert
Der Hauptgrund, warum Camembert in der Schwangerschaft oft vermieden wird, ist das Risiko einer Listeriose-Infektion. Listeriose wird durch das Bakterium Listeria monocytogenes verursacht und kann schwerwiegende Folgen für das ungeborene Baby haben, einschließlich Fehlgeburt oder Frühgeburt. Weichkäse wie Camembert, besonders wenn sie aus unpasteurisierter Milch hergestellt werden, können ein höheres Risiko für Listeriose bergen.
Schwangere haben ein um das 10- bis 15-fache erhöhtes Risiko, an Listeriose zu erkranken im Vergleich zu Nicht-Schwangeren. Die Symptome ähneln oft denen einer Grippe und können leicht übersehen werden. Das letzte Drittel der Schwangerschaft ist besonders kritisch.
Pasteurisierter Camembert in der Schwangerschaft
Viele Experten empfehlen, dass schwangere Frauen nur pasteurisierten Camembert essen sollten. Wenn der Camembert aus pasteurisierter Milch hergestellt wird, ist das Risiko einer Listeriose-Infektion deutlich geringer. Die Bundeszentrale für Ernährung rät generell von dem Verzehr von Weichkäse ab, da selbst bei Käse aus pasteurisierter Milch nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, dass sich auf der Rinde noch Listerien befinden.
Eine sichere Option ist gebackener Camembert, da beim Backprozess mit über 70 Grad Celsius alle Keime zuverlässig eliminiert werden.
Aufbewahrung von Camembert
Unabhängig davon, ob der Camembert pasteurisiert ist oder nicht, ist es wichtig, auf die korrekte Aufbewahrung und Frische des Käses zu achten. Käse sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Fazit
Während Camembert und andere Weichkäse aufgrund des Listeriose-Risikos mit Vorsicht zu genießen sind, bietet die Wahl von Camembert aus pasteurisierter Milch oder gebackenem Camembert eine sichere und schmackhafte Alternative für werdende Mamas.




