Das Leben beginnt mit einem großen Müllberg: Volle Windeln, leere Babygläschen und das ständige Herauswachsen aus Kleidung tragen ihren Teil zur Umweltbelastung bei. Doch ist das wirklich unvermeidlich? Mit dem Less-Waste-Konzept lässt sich der ökologische Fußabdruck des Nachwuchses zumindest verkleinern.

Was bedeutet Less Waste?

Das Less-Waste-Konzept ist die etwas pragmatischere kleine Schwester des Zero-Waste-Prinzips: Es geht nicht um komplette Müllvermeidung, sondern darum, mit einfachen Maßnahmen so viel Abfall wie möglich einzusparen – bei Windeln, Pflegeprodukten, Kleidung und Einrichtung.

Pflege ohne Überfluss

Zur Reinigung eignen sich waschbare, wiederverwendbare Stofflappen (zum Beispiel aus alter Bettwäsche) mit warmem Wasser. Generell gilt: Überpflegte Babyhaut sollte vermieden werden – Wasser und Öl genügen meist, spezielle Babypflegeprodukte sind oft nicht nötig. Falls doch, sind Produkte in Gläsern oder Metalldosen gegenüber Plastikverpackungen vorzuziehen.

Babykleidung nachhaltig gestalten

Da Babys schnell aus ihrer Kleidung herauswachsen, lohnt es sich, Erstausstattung von Freund:innen mit älteren Kindern zu leihen oder Second Hand zu kaufen – gebrauchte Kleidung ist dabei nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch schon eingetragen und damit hautfreundlicher.

Mitwachsende Lösungen fürs Kinderzimmer

Statt komplett auf das Babyalter zugeschnittener Möbel lohnt sich langfristige Planung: abziehbare Wandtattoos statt neuer Tapete, ein "mitwachsender" Kleiderschrank statt Möbel im Kleinformat, sowie gebrauchte Möbel vom Flohmarkt oder aus Kleinanzeigen, die sich bei Bedarf liebevoll umgestalten lassen.