Die Geburt ist ein perfekt orchestriertes Ereignis, das der Körper instinktiv beherrscht und das sich grob in vier Phasen einteilen lässt.
Latenzphase
In dieser ersten Phase erweicht und verkürzt sich der Gebärmutterhals. Erste, gut erträgliche Wehen sind spürbar – besonders beim ersten Kind ist es ratsam, sich zu Hause auszuruhen und Kraft für die bevorstehende Geburt zu sammeln.
Eröffnungsphase
Der Muttermund öffnet sich mit intensiveren Wehen, die typischerweise 6 bis 20 Stunden bei Erstgebärenden dauern können, bei weiteren Geburten oft kürzer. Atemübungen und Massagen können hier auf natürliche Weise schmerzlindernd wirken.
Austreibungsphase
Das Baby bewegt sich durch den Geburtskanal und wird geboren – diese Phase dauert meist 30 Minuten bis 3 Stunden und variiert stark. Aufrechte Positionen und fokussiertes Pressen bei den Wehen können unterstützend wirken.
Nachgeburtsphase
In den 5 Minuten bis etwa 1 Stunde nach der Geburt des Babys wird die Plazenta ausgestoßen. Dabei wird kontrolliert, ob die Plazenta vollständig ist, um mögliche Nachblutungen frühzeitig zu erkennen.
Der tatsächliche Verlauf einer Geburt kann von diesen Richtwerten abweichen – deine Hebamme begleitet dich individuell durch jede Phase.




