Die Periduralanästhesie, auch Epiduralanästhesie, PDA oder Epidural genannt, ist eine Form der regionalen Schmerzbetäubung, die häufig bei der Geburt eingesetzt wird. Sie wird in den Periduralraum, den Raum zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule und dem Rückenmark, injiziert.

Wie funktioniert die PDA?

Die PDA blockiert die Schmerzimpulse, die vom Geburtskanal und der Gebärmutter zum Gehirn gesendet werden. Dies geschieht, indem ein Lokalanästhetikum und/oder ein Opioid in den Periduralraum injiziert wird. Die PDA kann die Geburtsschmerzen erheblich lindern und ermöglicht es den meisten Frauen, während der Entbindung wach und aufmerksam zu bleiben.

Was sind die Vorteile der PDA?

  1. Schmerzlinderung: Die PDA ist eine der effektivsten Methoden zur Schmerzlinderung während der Geburt.
  2. Kontrolle: Du behältst die Kontrolle über deinen Körper und kannst aktiv an der Geburt teilnehmen.
  3. Flexibilität: Die Dosis kann je nach Bedarf angepasst werden.
  4. Entspannung: Eine effektive Schmerzlinderung kann dazu beitragen, dass du dich entspannst und Energie sparst.
  5. Sicherheit: Bei einem Kaiserschnitt kann die PDA als Anästhesie verwendet werden.

Was sind die Nachteile und Risiken der PDA?

  1. Blutdruckabfall: Die PDA kann zu einem vorübergehenden Blutdruckabfall führen.
  2. Fieber: Manche Frauen entwickeln nach einer PDA Fieber.
  3. Rückenschmerzen: Nach der Geburt können vorübergehend Rückenschmerzen auftreten.
  4. Verlängerte Geburt: Die PDA kann die Eröffnungsphase der Geburt verlängern.
  5. Eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Nach der PDA ist es oft schwierig, sich zu bewegen.

Wann wird die PDA nicht empfohlen?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen die PDA möglicherweise nicht die beste Option ist: Blutgerinnungsstörungen, Infektionen im Bereich der Injektionsstelle, bestimmte neurologische Erkrankungen, Allergie gegen das verwendete Anästhetikum.

Wie wird die PDA verabreicht?

Die PDA wird in der Regel von einem Anästhesisten durchgeführt. Zuerst wird die Haut mit einem lokalen Anästhetikum betäubt. Dann wird eine Hohlnadel in den Periduralraum eingeführt, und ein dünner Kunststoffschlauch, der sogenannte Katheter, wird durch die Nadel geführt. Die Nadel wird dann entfernt und der Katheter bleibt an Ort und Stelle. Das Schmerzmittel wird durch den Katheter injiziert.

Was passiert nach der PDA?

Nach der PDA wirst du in der Regel engmaschig überwacht. Dein Blutdruck und die Herzfrequenz deines Babys werden regelmäßig gemessen. Die Wirkung der PDA tritt normalerweise innerhalb von 10-20 Minuten ein und hält für mehrere Stunden an. Nach der Geburt wird der Katheter entfernt.

Alternativen zur PDA

Es gibt auch andere Methoden zur Schmerzlinderung während der Geburt: Lachgas, Opioide, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation), Wassergeburt, Entspannungstechniken wie Atemübungen und Meditation.

Wie entscheide ich, ob die PDA die richtige Wahl für mich ist?

Die Entscheidung, ob du eine PDA haben möchtest, ist eine persönliche. Es ist wichtig, dass du alle verfügbaren Informationen hast und die Möglichkeit hast, Fragen zu stellen. Bedenke, dass du das Recht hast, jederzeit deine Meinung zu ändern. Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt über deine Optionen und Bedenken.