Stillen ist das natürlichste der Welt, aber das bedeutet nicht, dass es immer von Anfang an problemlos funktioniert. Mama und Baby müssen sich beide erst daran gewöhnen, und kleine Stillprobleme sind dabei nicht ungewöhnlich. Hebamme Sabine Kroh gibt im Interview Tipps zu wunden Brustwarzen, Milchstau, Milchbildung und mehr.
Wo liegen die häufigsten Stolpersteine beim Stillstart?
Gerade am Anfang setzen sich viele Frauen direkt nach der Geburt selbst unter Druck: Sie haben feste Vorstellungen davon, wie das Stillen laufen sollte, und damit auch die Erwartung, dass es von Beginn an reibungslos funktioniert. Dabei ist es völlig normal, dass sich Mama und Baby erst aufeinander einspielen müssen.
Was hilft, wenn Milchmenge und Baby noch nicht gut zusammenpassen?
Wenn sich Milchmenge und Baby zu Beginn noch nicht gut aufeinander eingespielt haben, kann eine Milchpumpe helfen, die Milchproduktion anzuregen – immer in Kombination mit der richtigen Anlegetechnik und der Beobachtung, ob das Baby wirklich gut trinkt. Auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung rund um die Geburt kann die Milchbildung positiv unterstützen.
Was tun bei zu starkem Milchfluss?
Zu viel Milch ist deutlich seltener als zu wenig. Hier sollte zunächst geprüft werden, woran die verstärkte Milchbildung liegt – etwa, ob das Baby zu häufig angelegt wird. Ist das ausgeschlossen, kann mit Salbeitee die Milchmenge auf natürliche Weise reguliert werden, allerdings am besten in Absprache mit einer Hebamme. Ein gut sitzender Still-BH und leichtes Kühlen der Brust können ebenfalls helfen.
Bei anhaltenden Stillproblemen wende dich am besten zeitnah an deine Hebamme oder eine Stillberaterin (IBCLC).




