Vater werden ist nicht schwer, dichtete einst Ernst Busch – doch werdende Väter machen sich heute jede Menge Gedanken: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Wie sehr schränkt ein Kind das eigene Leben ein? Wird das Kind gesund sein? Werden Partnerin und Kind Schwangerschaft und Geburt gut überstehen?

Von Anfang an dabei – Väter im Kreißsaal

Während ein Mann vor 40 Jahren bei der Geburt seines Kindes traditionell nicht anwesend war, sind heute mehr als 90 % der werdenden Väter dabei. Das hat für alle Beteiligten positive Effekte: Es verringert beim Vater das Risiko einer nachgeburtlichen Depression und hilft der Mutter psychologisch, da sie sich weniger allein fühlt. Die Einbeziehung der Väter kann sich zudem positiv auf den Geburtsverlauf auswirken.

Die eigenen Grenzen kennenlernen

Es kann helfen, sich vorab zu fragen: Was macht mir an der Geburt Angst? Was möchte ich sehen – und was lieber nicht?

Frühzeitig gemeinsame Entscheidungen treffen

Fragen wie "Wer übernimmt welchen Anteil der Care-Arbeit?", "Wie teilen wir die Elternzeit auf?" und "In welchem Umfang arbeitet wer erwerbstätig?" lassen sich am besten früh und gemeinsam beantworten – idealerweise, während beide Partner noch erwerbstätig sind. Diese Entscheidungen beeinflussen die Lebens- und Partnerschaftsqualität der nächsten Jahre maßgeblich.

Auch wenn es am Ende oft anders kommt als geplant: Es ist leichter, einen neuen Plan zu machen, wenn Erwartungen und Wünsche vorher offen ausgesprochen wurden.