Yoga ist für das Wohlbefinden in der Schwangerschaft enorm förderlich, um Kraft und Ausdauer für die neun Monate und die Geburt aufzubauen und einen langen Atem zu entwickeln. Auch typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen oder Beckenbodenprobleme kannst du gezielt angehen und ihnen vorbeugen. Yoga hält darüber hinaus nicht nur körperlich fit, sondern wirkt auch mental: Gezielte Atem- und Entspannungsübungen fördern die Entspannung und Konzentrationsfähigkeit und stärken die Verbindung zum Baby.
Was du beachten solltest
Passe deine Yogapraxis immer an die jeweilige Phase deiner Schwangerschaft an. Während man sich im 2. Trimester eventuell fühlt, als könnte man Bäume ausreißen, möchte man im letzten Trimester den Fokus vielleicht eher auf entspannende Übungen oder gezielte Beckenbodenübungen zur Geburtsvorbereitung legen. Erlaubt ist grundsätzlich alles, was guttut – mit einer Ausnahme: Umkehrhaltungen sind in den letzten Wochen vor der Geburt für die optimale Geburtslage des Kindes nicht unbedingt förderlich.
Worauf es bei den Übungen ankommt
Das Wichtigste bei allen Übungen ist, dass der Atem ruhig und gleichmäßig weiterfließen kann. Sollte der Atem stocken oder dir schwindelig werden, unterbrich bitte deine Yogapraxis oder nimm eine entspannende Haltung wie die Stellung des Kindes ein. In den jeweiligen Stellungen (Asanas) solltest du einige Atemzüge verweilen und dann langsam und achtsam wieder herauskommen, um in die nächste Haltung zu wechseln. Eine bewährte Übung ist etwa die Rückenbrücke in abgewandelter Form: Auf dem Rücken liegend, die Beine aufstellen und das Becken anheben, die Hände unter dem Rücken falten, die Position etwa eine Minute halten und anschließend Becken und Rücken langsam und kontrolliert wieder absenken. Sei bei allen Übungen ganz bei dir und spüre in deinen Körper hinein – da jede Schwangerschaft und jede Phase der Schwangerschaft anders ist, sollte die Yogapraxis immer den individuellen Beschwerden und Bedürfnissen angepasst werden.




