Viele Schwangere leiden unter Wadenkrämpfen – oft ausgelöst durch einen Magnesiummangel. Magnesium ist auf vielen Ebenen für eine intakte Muskelfunktion wichtig, denn es sorgt für die Entspannung der Muskulatur.

Warum kommt Magnesiummangel in der Schwangerschaft häufig vor?

  • Durch eine veränderte Nierenfunktion scheidet der Körper der werdenden Mutter vermehrt Magnesium aus.
  • Viele Schwangere schwitzen durch die körperliche Mehrbelastung stärker und verlieren dadurch zusätzliche Elektrolyte.
  • Der erhöhte Harndrang in der Schwangerschaft führt über das vermehrte Wasserlassen zu einem weiteren Magnesiumverlust.

Weitere Ursachen für Wadenkrämpfe

Durchblutungsstörungen durch Bewegungsmangel oder Flüssigkeitsmangel können ebenfalls Wadenkrämpfe auslösen. Auch das höhere Körpergewicht in der Schwangerschaft belastet die Muskulatur zusätzlich – besonders bei langem Stehen oder Laufen mit ungeeignetem Schuhwerk. Kommt die Muskulatur nachts zur Ruhe, entlädt sich diese Anspannung mitunter in unangenehmen Verkrampfungen. Zudem können Veränderungen im Stoffwechsel zu einer Unterversorgung mit Magnesium, Kalzium, Salz oder den Vitaminen E und D führen – eine Ärztin oder ein Arzt kann einen möglichen Nährstoffmangel gezielt abklären.

Was hilft gegen Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft?

Bei einem vermuteten Magnesiummangel kann ein Magnesiumpräparat helfen – sprich dazu am besten mit deiner Frauenärztin oder Hebamme. Falls du zusätzlich ein Eisenpräparat einnehmen musst, nimm es zeitlich versetzt (etwa 2–3 Stunden) zum Magnesium ein, da beide sich sonst gegenseitig in der Aufnahme behindern.

Akute Wadenkrämpfe: Was tun?

  • Ziehe die Zehen des betroffenen Beins langsam Richtung Knie nach oben.
  • Stelle den Fuß gegen einen Widerstand und übe leichten Druck in Richtung Knie aus.
  • Massiere die Wade langsam von unten nach oben, um die Verkrampfung zu lösen und die Durchblutung zu fördern – bitte notfalls deinen Partner oder deine Partnerin um Hilfe.

Wadenkrämpfe sind unangenehm, aber in der Regel harmlos und schaden weder dir noch deinem Baby. Halten die Beschwerden dennoch an oder machst du dir Sorgen, sprich mit deiner Hebamme oder Ärztin.