Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, ob du eine Pränataldiagnostik in der Schwangerschaft durchführen lassen möchtest. Möglicherweise möchtest du einerseits nicht zu viele medizinische Untersuchungen über dich ergehen lassen, andererseits aber auch alles Notwendige tun, um sicher sein zu können, dass dein Baby gesund ist. Deshalb ist es wichtig, dass du gut darüber aufgeklärt bist, was Pränataldiagnostik eigentlich ist und was sie leisten kann – nur so kannst du die für dich richtige Entscheidung treffen.

Ersttrimesterscreening und nicht-invasiver Pränataltest

Wenn heute von „Pränataldiagnostik“ die Rede ist, denken die meisten Menschen an Untersuchungen wie das Ersttrimesterscreening (ETS) oder den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT). Dabei handelt es sich um sogenannte Screeningtests, die die Wahrscheinlichkeit einer kindlichen Besonderheit angeben. Beim Ersttrimesterscreening geht es in erster Linie um Auffälligkeiten wie die Trisomie 21 (Down-Syndrom), die Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) und die Trisomie 18 (Edwards-Syndrom). Beim nicht-invasiven Pränataltest können neben diesen drei Chromosomenstörungen außerdem die Wahrscheinlichkeiten für weitere genetische Auffälligkeiten untersucht werden.

Diese Art der Untersuchungen wird oftmals kritisch gesehen. Ein Grund dafür ist die Sorge, dass es durch eine so frühe Diagnostik – nämlich schon ab etwa der 11. SSW – zu vermehrten Schwangerschaftsabbrüchen aufgrund genetischer Auffälligkeiten kommen könnte. Behindertenverbände befürchten eine Selektion von Kindern mit chromosomalen Auffälligkeiten. Ob und in welchem Umfang du Pränataldiagnostik in Anspruch nimmst, ist eine sehr persönliche Entscheidung, die du am besten in Ruhe und ausführlich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprichst.