Ein Wunschkaiserschnitt liegt vor, wenn das Kind ohne medizinische Notwendigkeit per Schnittentbindung auf die Welt kommt. Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist von 2007 bis 2017 um insgesamt 20% gestiegen – im Jahr 2017 wurden deutschlandweit 232.505 Kaiserschnitte durchgeführt. Diese steigende Zahl ist jedoch nicht nur durch eine zunehmende medizinische Notwendigkeit zu erklären, sondern auch damit, dass immer häufiger Kaiserschnitte auf Wunsch der Mutter durchgeführt werden.

Primärer und sekundärer Kaiserschnitt

Man unterscheidet zwischen einem „primären“ und einem „sekundären“ Kaiserschnitt. Der primäre Kaiserschnitt ist eine Intervention, die von vornherein geplant ist – das kann viele Gründe haben, etwa eine Beckenendlage des Babys, vorausgegangene Schnittentbindungen der Schwangeren oder auch den Wunsch der werdenden Mama. Ein sekundärer Kaiserschnitt ist eine operative Entbindung, die im Geburtsverlauf, also nicht geplant, durchgeführt wird.

Der operative Ablauf

Ein Kaiserschnitt erfolgt in der Regel über einen Pfannenstiel-Querschnitt – einen Querschnitt im Unterbauch oberhalb des Schambeins, benannt nach dem Gynäkologen Hermann Johannes Pfannenstiel. Bei extremer Frühgeburtlichkeit wird stattdessen bevorzugt eine Längsschnittlaparotomie, ein Längsschnitt vom Bauchnabel bis etwa zum Schambein, durchgeführt.

Ob ein Wunschkaiserschnitt für dich die richtige Entscheidung ist, solltest du in Ruhe und mit allen Vor- und Nachteilen im Blick gemeinsam mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen besprechen.