Yoga und Fitness in der Schwangerschaft sind schon seit Jahren in aller Munde und werden von vielen Hebammen empfohlen. In einem Interview erzählt Yogalehrerin Nadia Dassouki, wie Yoga ihr durch die Schwangerschaft hilft und wie sie sich damit auf die Geburt vorbereitet.
Wie Sport und Yoga in der Schwangerschaft helfen können
Sport stärkt das Selbstbewusstsein und das Körpergefühl für den sich verändernden Körper. Gleichzeitig fördert er die Ausdauer und hilft, mit dem eigenen Atem umzugehen – beides kann für die Geburt hilfreich sein, etwa wenn sie länger dauert. Yoga kann außerdem bei leichten Schwangerschaftsbeschwerden wie Kurzatmigkeit helfen: Platzschaffende Übungen unterstützen eine bessere Atmung, während Rückendehnungen im Bereich der oberen Brustwirbelsäule als angenehm empfunden werden. Viele Frauen erleben Yoga zudem als eine besondere Art, eine Verbindung zum Baby aufzubauen.
Wirkung auf mentaler und emotionaler Ebene
Studien zufolge können Yoga und Achtsamkeitsübungen in der Schwangerschaft Stress und Ängste reduzieren. Viele Frauen nutzen Meditation zusätzlich zur Geburtsvorbereitung, um sich mental mit der bevorstehenden Geburt auseinanderzusetzen und Ängste abzubauen.
Worauf sollte man beim Yoga in der Schwangerschaft achten?
Kläre vor Beginn am besten mit deiner Ärztin oder Hebamme ab, ob Yoga ohne Einschränkungen für dich möglich ist. Übungen, die die Körpermitte stark zusammendrücken oder die geraden Bauchmuskeln beanspruchen, sind in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert – ebenso wie Kopf- oder Handstand, da das Sturz- und Schwindelrisiko zu hoch ist. Viele Haltungen aus der Zeit vor der Schwangerschaft lassen sich aber gut modifizieren, etwa indem Sprünge durch kleine Hopser ersetzt werden. Wichtig ist dabei immer, auf die eigenen Körpersignale zu achten und bei Bedarf eine Pause einzulegen.




