„Sie bekommen ein Mädchen, das sieht man!“ Kennst du diese Sätze auch und fragst dich dann, woher die Leute am Bäckerstand, in der Bahn oder beim Zahnarzt das denn wissen wollen? Es gibt viele Überlieferungen und Mythen, die sich um die Schwangerschaft drehen. Woran erkennt man das Geschlecht des Babys, ganz ohne Ultraschall? Und ist man endlich schwanger, kann man doch für zwei essen, oder? Jeder hat eine Geschichte parat, doch nicht an allen Mythen ist etwas dran.

Das Geschlecht bei der Zeugung beeinflussen?

Wäre es nicht wunderbar, wenn man schon mit der Zeugung festlegen könnte, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt? Leider gibt es dafür keine wissenschaftlich belastbaren Methoden – das Geschlecht des Kindes wird rein zufällig durch das Spermium bestimmt, das die Eizelle befruchtet.

Stumpfe Haare bei einem Jungen?

Ein weiterer beliebter Mythos besagt, dass stumpfe, glanzlose Haare während der Schwangerschaft auf einen Jungen hindeuten. Was eine Schwangerschaft mit deinem Körper macht, kannst du genauso wenig vorhersagen wie das Geschlecht deines Babys – Haarveränderungen sind schlicht hormonell bedingt und individuell verschieden. Versuche, deine Schwangerschaft so gut es geht zu genießen, und wenn die Haare zwischenzeitlich stumpf herunterhängen: Gönn dir einfach einen Friseurbesuch.

„Von nun an: Essen für zwei?“

Klingt logisch, oder? Schließlich wächst in dir ein zweiter Mensch, der auch Energie und Kalorien braucht. Das stimmt – aber nur bedingt, denn dieser Mensch ist viel kleiner. Der Kalorienbedarf von Frauen steigt in der Schwangerschaft an, allerdings verdoppelt er sich nicht, wie vor allem gern werdende Großeltern behaupten. In den ersten drei Monaten benötigt der Fötus sogar gar keine zusätzliche Energie, da er noch viel zu klein ist. Ab dem vierten Monat haben werdende Mamas einen Mehrbedarf von etwa 255 Kalorien – das entspricht eher einem Vollkornbrot mit Butter und Käse als einem zweiten Burger mit Pommes.