Kopfschmerzen in der Schwangerschaft können je nach Schwangerschaftswoche ganz verschiedene Ursachen haben. Sie können als pochend, stechend oder drückend wahrgenommen werden und dabei großes Unwohlsein bereiten. Viele Schwangere möchten den Schmerz möglichst ohne Medikamente lindern, es ist aber genauso wichtig zu wissen, wann Kopfschmerzen auf eine ernsthaftere Ursache hindeuten könnten.
Wann Kopfschmerzen ernst genommen werden sollten
In selteneren Fällen können Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auch auf eine ernsthafte Erkrankung wie einen Schwangerschaftsbluthochdruck, eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) oder eine Sinusvenenthrombose hinweisen. Diese Erkrankungen bedürfen einer sofortigen ärztlichen Abklärung, sind aber deutlich seltener als harmlosere Ursachen.
- Schwangerschaftsbluthochdruck: Ab einem Blutdruck von 140/90 mmHg spricht man von einer sogenannten Schwangerschaftshypertonie. Häufig bleibt dieses Krankheitsbild für die Schwangere zunächst unbemerkt, manchmal äußert es sich aber durch Kopfschmerzen.
- Schwangerschaftsvergiftung: Eine ernsthafte Komplikation während der Schwangerschaft, die schwere Folgen für Mutter und Kind haben kann. Ein mögliches Anzeichen dafür ist Kopfschmerz.
- Sinusvenenthrombose: Das Risiko für einen Verschluss von Hirnvenen ist in der Schwangerschaft leicht erhöht, Kopfschmerzen können hier ein Warnsignal sein.
Wenn deine Kopfschmerzen ungewohnt stark, plötzlich oder von anderen Symptomen wie Sehstörungen begleitet sind, wende dich bitte umgehend an deine Hebamme, deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt.




