Warum treten Hämorrhoiden in der Schwangerschaft auf?

Bei Schwangeren ist jede zweite Frau von Hämorrhoiden betroffen, vor allem gegen Ende des 2. oder im 3. Trimester. Durch das Hormon Progesteron weichen sich Gewebe und Gefäße auf. Mit wachsender Größe der Gebärmutter werden die Gefäßpolster im After herausgedrückt, was die Wahrscheinlichkeit eines Blutstaus erhöht. Da Schwangere oft unter Verstopfungen leiden und beim Stuhlgang stärker pressen, begünstigt dies die Entstehung zusätzlich.

Was sind Hämorrhoiden?

Jeder Mensch hat sie. Man versteht darunter gut durchblutete Gefäßpolster in der Schleimhaut am Ende des Darms. Wenn sie vergrößert sind, entstehen Krampfadern-ähnliche Strukturen, die zu Druckschmerz, Juckreiz sowie Blutungen nach dem Stuhlgang führen. Es gibt vier Schweregrade.

Was hilft gegen Hämorrhoiden?

Sitzbäder: Warme Sitzbäder (10–15 Min.) lindern Juckreiz und Schmerzen, besonders nach dem Stuhlgang. Kräuter wie Kamille helfen sehr gut.

Cremes und Salben: Präparate mit Hamamelis oder Aloe Vera wirken entzündungshemmend. Bitte vorher mit Arzt oder Apotheker absprechen.

Ernährungsumstellung: Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse hilft, Verstopfungen zu vermeiden.

Ausreichend trinken: Viel Wasser hält den Stuhl weich und unterstützt die Verdauung.

Bewegung: Leichte körperliche Aktivität wie Spazierengehen oder Schwangerschaftsgymnastik kann die Symptome lindern.

Bei den meisten Schwangeren verschwinden Hämorrhoiden nach einigen Wochen von selbst. Wenn nicht, bitte den Frauenarzt kontaktieren.