Frühschwangerschaft: Erste Anzeichen und hilfreiche Tipps

Kategorie: Anzeichen & Symptome

Lesezeit: 12 min

Frühschwangerschaft: Erste Anzeichen und hilfreiche Tipps

Kategorie: Anzeichen & Symptome

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Dein Überblick für die frühe Schwangerschaft:

In diesem Artikel erhältst du einen breiten Überblick zur Frühschwangerschaft. 

Eine Schwangerschaft ist spannend, doch zugleich kann sie auch Ängste und Stress auslösen. Gerade in diesem frühen Stadium liegt Freude und Ungewissheit nah beieinander. Und doch fühlen sich viele werdende Mamas stark und können es kaum erwarten, das kleine Wunder in ihnen kennezulernen.

 

Wir haben dir Experteninformationen- und Tipps zusammengestellt, damit du weißt, was du beachten musst.

Das erfährst du in diesem Artikel:

Das erfährst du in diesem Artikel:

Wann spricht man von einer Frühschwangerschaft?

Eine Schwangerschaft wird in Trimester unterteilt. Die Frühschwangerschaft, also der Zeitraum von der Befruchtung der Eizelle bis zur vollendeten zwölften Schwangerschaftswoche, ist das erste Drittel.

Was passiert mit der Eizelle noch vor dem positiven Schwangerschaftstest?

Nachdem die befruchtete Eizelle sich eingenistet hat, kann eine sogenannte Einnistungsblutung vorkommen. Das ist eine leichte vaginale Blutung. Du brauchst dich in der Regel nicht sorgen. Wenn die Einnistung stattgefunden hat, bleibt auch die Monatsblutung aus. Zu diesem Zeitpunkt haben sich allerdings bereits schon mehrere Zellkerne gebildet, aus denen dann später die Organe und das verschiedene Gewebe entsteht. 

 

Nach Ende der vierten Schwangerschaftswoche, entwickeln sich einige dieser Zellen zu Keimscheiben und aus diesen entwickelt sich später der Embryo. Aus den anderen Zellen entwickelt sich später der Mutterkuchen, auch Plazenta genannt. Ebenfalls ist nach dieser Woche der Embryo bereits vollständig von Fruchtwasser umgeben.

Der Embryo zeigt erste Bewegungen

Die Hormone haben sich bereits umgestellt und der Körper entwickelt sich so, dass er den Anforderungen der Schwangerschaft gewachsen ist. Einige Frauen bemerken jetzt schon einige frühe Schwangerschaftsanzeichen. Dazu zählt auch das Ausbleiben der Regelblutung. Die Keimscheibe besteht mittlerweile aus drei Schichten. Ungefähr in der sechsten Schwangerschaftswoche bilden sich die ersten Organe aus, der Kopf ist erkennbar, ebenso wie die Ansätze der Gliedmaßen. 

 

Das herz schlägt ab der sechsten Woche und ist während eines Ultraschalls schon sichtbar. Noch versorgt sich der Embryo durch den Dottersack mit Nährstoffen. Im dritten Monat sind die Muskeln bereits so weit entwickelt, dass der Embryo sich bewegt.

 

Das Ende des ersten Trimesters:

 

Zum Ende des ersten Trimesters sind bereits alle Organe angelegt und die äußeren Geschlechtsmerkmale werden sichtbar. Die Plazenta übernimmt jetzt die Versorgung des Kindes und der Dottersack bildet sich zurück.

Was passiert im Körper während der Frühschwangerschaft?

Ist es zur Befruchtung gekommen, so starten viele hormonelle Prozesse. Progesteron wird gebildet, um die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten. Die Gebärmutterschleimhaut wird durch das Progesteron auf die befruchtete Eizelle vorbereitet. Östrogen ist dafür zuständig, dass das Bindegewebe elastischer wird und das Gewebe besser durchblutet wird.

 

Das Hormon Oxytocin wird bereits gebildet. Es hat starken Einfluss auf die Bindung zwischen Mutter und Kind. Außerdem sorgt es für die Kontraktionen der Gebärmutter während der Geburt. Die Schilddrüsenhormone nehmen ebenfalls zu, denn diese sind wichtig für die Entwicklung des Nervensystems des Embryos.

Durch die Hormonumstellung verliert der Magen-Darm-Trakt an Bewegung und es kommt dadurch oft zu Verdauungsstörungen.

Das Herz-Kreislauf-System der Schwangeren ist ebenfalls stark beeinflusst von der Schwangerschaft. 

 

Die Blutzusammensetzung ändert sich

 

Die Blutzusammensetzung und der Blutfluss ändert sich. Auch sinkt in den ersten Wochen der Schwangerschaft oft der Blutdruck, da die Gefäße sich erweitern und der Widerstand in den Blutgefäßen abnimmt. Da der Körper nun einen erhöhten Sauerstoffbedarf abdecken muss, wird die Bildung von roten Blutkörperchen angeregt. Dadurch kommt es zu einem erhöhtem Eisenbedarf, welcher sich manchmal im Laufe der Schwangerschaft in einer Blutarmut widerspiegeln kann.

 

Da das Gewebe im Körper nun stärker durchblutet ist, kann es auch zu Zahnfleisch-bluten und Zahnfleischentzündungen kommen. Auch der pH-Wert des Speichels verändert sich und es kann leichter Karies entstehen. Deshalb sollten Schwangere auf jeden Fall den Zahnarztbesuch nicht aufschieben!

 

Das Drüsengewebe in der Brust fängt an zu wachsen, daher rührt das Spannungsgefühl in den Brüsten. Die Gebärmutter wird sehr stark durchblutet und wächst stetig. Einige Schwangere klagen über Akne oder trockene Haut, andere wiederum über Haarausfall. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein und die Schwangere strahlt förmlich ihre Zufriedenheit über das Leben, welches in ihr wächst, nach außen aus. Viele haben ein vermehrtes Haarwachstum und freuen sich sehr darüber.

Die Anzeichen und Symptome einer Frühschwangerschaft

Viele Frauen, die ihren Körper bewusst beobachten, kennen den Zeitpunkt ihres Eisprungs. Dieser geht mit bestimmten Symptomen einher. So können auch die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft früh erkannt werden, bereits vor dem ersten positiven Schwangerschaftstest. Einige Frauen bemerken sogar die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. Durch die moderne Technik werden auch die Schwangerschaftstests immer genauer und zeigen mittlerweile bereits einige Tage vor dem Ausbleiben der Periode die Schwangerschaft genau an.

 

Doch was sind nun die ersten Anzeichen?

 

Viele Frauen klagen über eine starke Müdigkeit und ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Schwindel und häufiger Harndrang, aber auch Heißhunger oder aber Ekel auf bestimmte Lebensmittel können Anzeichen dafür sein. Schwangere berichten oft darüber, dass der Kaffee oder die Zigarette plötzlich starken Ekel auslöste und auch nicht mehr schmeckte.

 

Einige Frauen berichten auch schon von Übelkeit und einem Völlegefühl, das sie sonst nicht kennen. Auch Blähungen, unter denen man sonst eher nicht litt, können ein Anzeichen für eine Frühschwangerschaft sein. Da diese Symptome allerdings auch für viele Erkrankungen in Frage kommen können, sollte bei Verdacht immer ein Schwangerschaftstest gemacht werden.

 

Die typischsten Symptome sind also:

  • – Übelkeit durch die hormonelle Umstellung
  • – Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • – empfindliche Brüste, Spannungsgefühl in der Brust bis hin zu Schmerzen
  • Sodbrennen

FAQ zur Frühschwangerschaft

Die größte Entwicklung des Fötus geschieht in der Frühschwangerschaft. Deshalb ist es gerade in dieser Phase so enorm wichtig, den Körper optimal zu unterstützen und somit auch die Entwicklung des Kindes bestens zu fördern. Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel ist zum Beispiel wichtig, um Neuralrohrdefekten, also Schäden in Zusammenhang mit dem Gehirn und dem Rückenmark, vorzubeugen.

Auf Alkohol und Zigaretten sollte unbedingt verzichtet werden!

 

Medikamente: 

 

Wenn du Medikamente einnimmst, sollte dies mit dem Gynäkologen besprochen werden. Viele Medikamente dürfen während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden und können sich schädlich auf das Kind auswirken. Allerdings musst du nicht sofort in Panik verfallen, wenn vor Kenntnis der Schwangerschaft beispielsweise eine Schmerztablette oder Ähnliches eingenommen hast. Versuche dich möglichst immer wenn es geht zu Entspannen. Stress ist nicht gut für dich und dein Baby.

Ein Augenmerk sollte auf die Ernährung gelegt werden. Auf dem Speiseplan sollten ab der Frühschwangerschaft auf jeden Fall keine rohen Produkte mehr stehen. Das heißt kein rohes Fleisch (z.B. auch keine Salami) und keinen rohen Fisch (z.B. Sushi). Aber auch Rohmilchkäse gehört dazu. Darauf sollte penibel geachtet werden. Dort könnten sich Keime ansammeln, die Listeriose auslösen können.

 

Oft wird gesagt, Kaffee ist schädlich, doch bis zu zwei Tassen am Tag sind für Schwangere erlaubt. Für den Geschmack kann auch entkoffeinierter Kaffee getrunken werden.

Extremsportarten, Kampfsport und Mannschaftssport sollten in der gesamten Schwangerschaft tabu sein. Doch deshalb muss nicht gänzlich auf Sport verzichtet werden.

Schwangere können, je nach gesundheitlichem Zustand, auf Krafttraining, Yoga, Walken oder Schwimmen ausweichen. Dadurch wird die Fitness, die Beweglichkeit und die körperliche Ausdauer trainiert, die gerade auch zur Geburt nützlich sind.

Der Körper benötigt enorm viel Energie, um die Schwangerschaft auszubilden, aufrechtzuerhalten und das Kind sich zu entwickeln lassen. Kein Wunder, dass die Schwangere über Müdigkeit und Abgeschlagenheit klagt. Doch gerade in der Frühschwangerschaft können Schwangere meist noch gut schlafen, da der Bauch noch nicht merklich gewachsen ist. Ein Mittagsschlaf und frühes Zu Bett gehen am Abend können wahre Wunder helfen. Allgemein ist es ratsam, in der Frühschwangerschaft einen Gang zurückzuschalten. Die Energie kommt im zweiten Trimester zurück!

 

Falls das Schlafen doch schon unangenehm wird, kann auch ein Schwangerschaftskissen helfen. Diese sind U-förmig und man kann seine optimale Schlafposition darauf finden. Außerdem hilft es, auf Bildschirme vor dem Schlafen gehen zu verzichten.

Da die Brüste durch die Hormonschwankungen und wegen der erhöhten Durchblutung (der Körper stellt sich auf die Milchproduktion ein) spannen und schmerzen können, sollte ein gut sitzender BH, der die Brust optimal unterstützt, getragen werden. Die Brüste schwellen in der Schwangerschaft an, daher ist es ratsam, die Brust von Profis messen zu lassen, um den perfekten BH zu finden.

 

Beachte regelmäßige Pausen:

 

Sehr wichtig ist es, gerade in der Frühschwangerschaft, sich nicht stressen zu lassen und regelmäßige Pausen einzuhalten. Als Schwangere sollte man sich viel Zeit für sich nehmen und falls nötig, andere um Hilfe bitten.

 

Auch gesunde Ernährung kann helfen, sich besser zu fühlen. Wichtige Nährstoffe sind für den Körper jetzt besonders wichtig, da die Entwicklung des Gehirns des Kindes bereits jetzt beginnt. Außerdem kann eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu einem gesunden Geburtsgewicht führen. Im Bett bereits etwas zu essen, vor dem Aufstehen, kann helfen, die Übelkeit zu bekämpfen und hebt gleichzeitig den Blutzuckerspiegel an. Dafür sind besonders Knäckebrot, Zwieback oder trockene Kekse geeignet. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel verstärkt die Übelkeit. Unterwegs sollte man deshalb kleine Snacks dabeihaben, wie zum Beispiel Mandeln oder Nüsse.

Viel Trinken, um vital und fit zu bleiben, das versuchen die Meisten bereits, auch wenn sie nicht schwanger sind. Doch in der Schwangerschaft sollte darauf erst recht ein Augenmerk gelegt werden.

Eine ausreichende Trinkmenge über den Tag verteilt kann gegen Übelkeit und Sodbrennen helfen, aber auch Verdauungsstörungen lindern.

Hinzu kommt, dass der Körper nun Fruchtwasser bilden muss und dafür auch viel Wasser benötigt.

 

In der Frühschwangerschaft wird im Körper das Blutvolumen erhöht, da neues Gewebe aufgebaut wird und Nährstoffe transportiert werden müssen, auch dafür ist eine erhöhte Wassermenge im Körper nötig. Bei einer erhöhten Trinkmenge werden außerdem Toxine aus dem Körper gespült.

Schwangeren wird eine Trinkmenge von circa drei Liter pro Tag empfohlen.

Hinzu kommt, dass Schwangere anfälliger für Harnwegsinfekte sind. Das vermehrte Trinken kann den Urin verdünnen und reduziert somit auch das Risiko, dass sich Keime in der Blase einnisten können.

Als Alternative zu Wasser werden auch ungesüßte Tees empfohlen.

Der Bauch wird wachsen und der gesamte Körper verändert sich. Mit der Zeit wird die Schwangere sich nach bequemer Kleidung sehnen. Es gibt schöne Umstandsmode, die nicht altmodisch wirkt. Viele Modemarken haben darauf reagiert, und eine eigene Maternity Kollektion auf den Markt gebracht. Es gibt Jeans mit hohem und dehnbarem Stoffbund, aber auch Leggings extra für Schwangere haben einen hohen Komfortbund.

 

Diese Kleidungsstücke wachsen meist mit und es braucht nicht mehrmals in der Schwangerschaft nachgekauft werden. Am besten werden flache Schuhe getragen, denn der Mittelpunkt und der schwerste Punkt des Körpers verlagern sich mit der Zeit in Richtung Bauch, so kann das Gleichgewicht mit flachen Schuhen besser gehalten werden.

Ist der Schwangerschaftstest zu Hause positiv, kontaktieren viele Frauen sofort den oder die Frauenarzt oder -ärztin. Wenn man sich wohl fühlt und keine Ängste hat, kann damit allerdings auch noch gewartet werden.

 

In den frühen Wochen einer Schwangerschaft kann auf einem Ultraschall meist nur ein Dottersack mit einer Zellanlage erkannt werden. Frühestens ab der sechsten Schwangerschaftswoche wird der Herzschlag des Embryos nachgewiesen. Viele Frauen warten bis zu dieser Woche und vereinbaren dann erst einen Termin.

 

Sind jedoch Ängste im Spiel oder gab es eine frühere Fehlgeburt, kann es ratsam sein, den Arzt oder die Ärztin bereits frühzeitig aufzusuchen. Ängste können mit einem Ultraschall beseitigt werden. Falls doch etwas nicht in Ordnung sein sollte, kann engmaschig kontrolliert werden.

Auch wenn man in einem risikobehafteten Beruf arbeitet, zum Beispiel in der Pflege, im Labor oder bei der Polizei, ist es sinnvoll, bereits frühzeitig die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. 

 

Beachte das Beschäftigungsverbot: 

 

In solchen Fällen kommt es meist zu einem Beschäftigungsverbot, um die Schwangerschaft zu schützen. Der Arbeitgeber sollte dann so früh wie möglich über die Schwangerschaft informiert werden, damit der Arbeitsplatz angepasst werden kann. Ist dies nicht möglich, wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen.

 

Die Schwangere sollte sich frühzeitig darüber Gedanken machen, ob sie eine Hebamme in Anspruch nehmen möchte.

Eine Hebamme frühzeitig zu suchen ist in vielen Städten sinnvoll. Gerade auf dem Land, wo die medizinische Versorgung nicht flächendeckend angeboten wird, sollte frühzeitig nach einer geeigneten Hebamme gesucht werden. Die Hebamme wirkt bereits unterstützend in einer Schwangerschaft und kann Symptome, zum Beispiel mit Akupunktur, lindern. Sie kann außerdem auch Tipps zu Behördengängen und Babyausstattung geben.

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Fazit

Eine Schwangerschaft ist Stress für den Körper. Und somit auch die für werdende Mama. Doch diese ganzen Prozesse sind bereits im Gang, da wissen viele Frauen noch nichts von der Schwangerschaft. Sie befinden sich in der Frühschwangerschaft. Eine spannende Zeit mit starken Veränderungen, die auch Symptome hervorrufen kann, die nicht sehr angenehm sind. Viele Anzeichen verschwinden allerdings meist mit den fortlaufenden Schwangerschaftswochen und die Energie kommt meist ab dem zweiten Trimester zurück.

Autorin: Vivi von Keleya
Autorin: Vivi von Keleya