Eiweiße: Das Fundament allen Lebens

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Wieviel Eiweiß steckt in Eiweiß?

„Das weiß ein jeder, wer’s auch sei: gesund und stärkend ist das Ei“, versicherte Wilhelm Busch schon vor hundert Jahren. Das Image von Hühnereiern bedarf sicherlich keiner Verbesserung, ob auf dem Frühstückstisch, beim Backen oder Kochen: Die hohe biologische Wertigkeit von Eiern gehört seit jeher zum Allgemeinwissen und ist inzwischen wissenschaftlich belegt.

Dieses Ansehen färbt auch auf Eiweiße ab – die trotz des Namens wenig mit dem Eiklar zu tun haben, das immerhin 10% Eiweiß in sich trägt. In der Wissenschaft tragen Eiweiße synonym den Namen Proteine (griech. „grundlegend“), und die haben eine Menge lebenswichtiger Aufgaben im menschlichen Körper zu bewältigen.

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Harte Schale, weicher Kern

Biochemisch betrachtet, handelt es sich bei Eiweiß um makromolekulare Verkettungen der Aminosäure. Diese organische Verbindung ist der Grundbaustein für lebenswichtige Proteine, die zum einen wasserlöslich sein können, wie beispielsweise im Eiklar zu sehen ist, aber auch unlöslich auftreten, etwa als Keratin in Fingernägeln. In welcher der vielen Formen Proteine vom Körper produziert oder genutzt werden, ist bereits in deren DNS klar formuliert und kodiert.

Eiweiß als interdisziplinäres Multitalent

Im menschlichen Körper finden sich Proteine in allen Zellen und verteidigen das Wohlbefinden in jeder Lebenslage: Knochen erhalten durch Eiweiß ihre harte Struktur, Infektionen werden standhafte Abwehrkörper-Proteine entgegengestellt, und nicht zuletzt sorgen Eiweiße für Muskelkraft und ermöglichen erst die Bewegung in jedem Teil unseres Körpers. Im Hungerzustand kann Protein sogar als Reservestoff vom Körper verwendet werden, wenn andere Energielieferanten wie Zucker knapp werden.

Eiweißmangel, der in Europa so gut wie nie vorkommt, kann andersherum zu Muskelschwäche, Haarausfall und auch Wachstumstörungen führen, denn auch für die Verstoffwechselung sind Proteine die ultimativen Allheilhelfer. Zum einen transportieren sie die Substanzen, die das Blut mit wichtigem Sauerstoff und Eisen versorgen. Darüber hinaus kontrollieren Eiweiße biochemische Reaktionen in Nerven und Muskeln, steuern als Hormone verschiedenste Vorgänge im Körper, und stoppen den Blutverlust bei Verletzungen.

Mit leichter Kost zum harten Körper

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Neben Fetten und Zuckern spielen Eiweiße eine zentrale Rolle im Anteil an Nahrung. Was den ausreichenden Verzehr der Proteine angeht, kann hier klar Entwarnung gegeben werden: Die empfohlene Menge, die pro Kilogramm an Körpergewicht etwa 1 Gramm an Eiweißen nahelegt, wird mit der täglichen Nahrung problemlos aufgenommen. Denn mit etwa 100 g täglich gelangen genug Proteine von unseren Tellern im Stoffwechsel, vor allem durch Fleischverzehr und das obligatorische Ei zum Frühstück, dass bis zu 7 g Eiweiß liefert. Als besonders proteinhaltig mit 30% Eiweißgehalt gelten zudem Lachsschinken, Putenbrust und Harzer Käse, die einen abwechslungsreichen Speiseplan für zu Hause garantieren.

Abgesehen von tierischen Eiweißlieferanten ist eine proteinhaltige Ernährung auch mit roten Linsen, Kartoffeln und selbst einer Schale Erdbeeren gegeben, allesamt reich an Eiweißen. Vor allem Soja und Raps, die beide bis zu 40% an Proteinen mitliefern, unterstützen eine hochwertige vegane Ernährung. Selbst für Spitzensportler und Bodybuilder, die sich schon aus beruflichen Gründen mit gesunder Ernährung zu befassen haben, ist die vegane Kombination aus Weizenprotein und Sojaprotein eine unverzichtbare Eiweißbombe, und erklärten längst Seitan- und Tofu-Gerichte zu alltäglichen Lebensmitteln.

Eiweiß für die Küken

Der Bedarf an Eiweißen steigt für werdende Mütter nur leicht an, und dies auch erst ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft. Schon mit etwa 30 g Protein mehr pro Tag, etwa mit einem Liter Milch, kann die Nahrung einfach ergänzt werden. Wer sich auch in anderen Umständen nicht tierisch ernähren will, dem sei eiweißreiche Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl ans Herz gelegt. Mit diesem Mehr an Eiweiß wird einerseits der Energieabfall im Körper der Mutter verhindert, und gleichzeitig das Wachstum des kindlichen Gewebes mit unentbehrlichen Aminosäuren unterstützt.

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