Vitamine: Allzweck-Nährstoffe für Mutter und Kind

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Es ist soweit, der Nachwuchs hat sich angekündigt! Dies ist der Moment, in dem die gesunde Ernährung plötzlich größere Aufmerksamkeit erfordert – schließlich ist sie nun für das Wohlbefinden zweier Leben verantwortlich. Um dem Baby den optimalen Start in die große Reise zu ermöglichen,

steht die ausreichende Vitaminversorgung an erster Stelle. Zur Stärkung des Immunsystems und zur Verbannung von Müdigkeit und schlechter Laune listen wir hier die wichtigsten der Vitamine zur Schwangerschaft auf.

Vitamin A: Das Anti-Stress-Vitamin

Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat ist eine Extraportion an A-Vitaminen nötig. Nicht nur der gesteigerte Bedarf bei der werdenden Mama ist entscheidend, sondern auch der unverzichtbare Anteil für die Entwicklung von Organen, Stoffwechsel, Atemapparat und Nervensystem des heranwachsenden Kindes. Über die Nahrung wird generell genug Vitamin A aufgenommen, etwa über Eier und Milchprodukte. Noch mehr A-Vitamine finden sich im pflanzlichen Karotin bzw. Beta-Karotin: Grünkohl etwa hat mit über 8 mg β-Carotin pro 100 g von allen Lebensmitteln den höchsten Gehalt an Beta-Karotin. Schmackhafte Vitamin-A-Bomben wie gedünstete Karotten und Süßkartoffeln sowie Spinat und Broccoli sichern zudem ein ausreichendes Arsenal an dem wertvollen Stresskiller.

Nektarinen-Himbeer-Smoothie

Folsäure: Das Schwangerschaftsvitamin

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Vitamin B9 sprunghaft an. Auch als Folsäure bekannt, ist das Vitamin über den regelmäßigen Verzehr grüner Gemüse gesichert, etwa mit Rosenkohl, Gartensalat und „Grünen Smoothies“. Bereits mit B9 angereicherte Lebensmittel wie Speisesalz, Cerealien und Multivitamin-Getränke ergänzen den Folat-Haushalt von Mutter und Kind. Wer sich regelmäßig von Vollkorn- und Milchprodukten ernährt, nimmt eine gute Portion Folate zu sich. Jedoch wird über die alltägliche Nahrung gerade mal ein Drittel der empfohlenen Menge von 550 Mikrogramm aufgenommen. Daher sind ergänzende Multivitamin-Präparate (als „Folsäure 400“ gekennzeichnet) bereits ab Kinderwunsch empfehlenswert. Die bewusste Kombination aus folatreichen Lebensmitteln und den angesprochenen Nahrungsergänzungsprodukten stellt eine wichtige Komponente bei der gesunden Entwicklung neuen Lebens dar.

Thiamin: Das Stimmungsvitamin

 Besondere Aufmerksamkeit verdient in der Schwangerschaft auch das „Nervenvitamin“ B1. Der Vitalstoff wandelt Kohlenhydrate in Energie um, was wesentlich zur Ausbildung eines leistungsstarken Gehirns, eines kräftigen Herzens und eines gesunden Nervensystems beim Kind beiträgt. Obwohl die Thiamin-Unterversorgung der Bevölkerung seit Jahrzehnten bekannt ist, werden in Deutschland noch immer keine Nahrungsmittel mit dem Vitamin angereichert. Der Mangel an B1, verursacht langfristig eine verminderte Leistungsfähigkeit und Müdigkeitserscheinungen, dem können werdende Mütter mit täglich 1,2 Gramm bewusst zugeführten Thiamin entgegenwirken. Die Zubereitung von Speisen mit B1-reichen braunem Reis und Weizenkernen liefern neben Putenbrust, Frühstücksmüsli und Vollkornprodukten eine schmackhafte und gesunde Zutat zu unterschiedlichsten Gerichten.

Vitamin D: Das Sonnenvitamin

In unseren Breitengraden ist auf die UV-B-Strahlung der Sonne nicht zu bauen. Um Krankheitsrisiken durch Vitamin-D-Mangel auszuschließen, sollte deshalb von innen nachgeholfen werden. Denn schon ab der 14. Schwangerschaftswoche beginnt die Ausbildung der Knochen und Zähne des Kindes, weswegen auf den Calcium-Haushalt großer Wert gelegt werden sollte – und dafür ist Vitamin D unerlässlich. Bei der Absorbierung und der Verarbeitung des Calciums spielt das D-Vitamin nämlich eine essentielle Rolle, weswegen ein Mangel unbedingt vermieden werden sollte. Neben D-haltiger Nahrung wie Lachsfilet, gekochten Eiern und Müsli raten Ernährungswissenschaftler bis in die Stillzeit hinein zu einer Dosis von 10 Mikrogramm pro Tag, die mit einem zusätzlichen Supplement erreicht wird.

Vitaminmangel… einfach zu vermeiden!

In Deutschland ist Vitaminmangel leider weit verbreitet und gilt somit statistisch als normal. Ernährungsstudien zeigen auf, dass bei 80% der Schwangeren ein Folsäuremangel vorliegt, bei bis zu 90% der werdenden Mütter kann ein Vitamin-D-Mangel nachgewiesen werden. Doch dies muss keine Frau hinnehmen! Einer Unterversorgung an Vitaminen kann nämlich mit ausgewogener und abwechslungsreicher Ernährung einfach entgegengewirkt werden. So verringern sich die Risiken wie Wachstumsstörungen, Allergien oder Frühgeburten erheblich. Neben frisch gepressten Säften und vitaminreichen Smoothies kann ein klärendes Gespräch mit der Ärztin über zusätzliche Supplements und Präparate dabei helfen, entspannt und unbeschwerten Herzens diese besonderen Monate zu erleben.

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