Meditation in der Schwangerschaft: Zur Ruhe kommen für Mama und Baby

Eine Schwangerschaft stellt deine Welt auf den Kopf. Was verändert sich jetzt alles? Was muss organisiert werden? Wo soll das Kind zur Welt kommen und wie soll es überhaupt heißen? Vielleicht machst du dir auch ein paar Gedanken, wie du das alles bewerkstelligen sollst. Zusätzliches ist dein ganzes Umfeld völlig aus dem Häuschen, dass bald ein neues Familienmitglied dazu kommt? Gerade deshalb solltest du dir ab und zu Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen. Nicht nur dein Körper muss sich ausruhen, auch dein Kopf und deine Gedanken brauchen eine kleine Pause.

Meditieren hilft dir zur inneren Ruhe zu finden

Das Zauberwort heißt „Meditation“. Dabei geht es nicht nur darum, Ruhe in Gedanken und Geist zu bringen. Meditation in der Schwangerschaft hilft dir all die vielen Veränderungen bewusst wahrzunehmen und eine Verbindung zu deinem Baby aufzubauen. Auch deine Entspannung kann beim Baby ankommen. Denn nicht nur du reagierst auf Stress und viele Gedanken, auch dein Baby merkt es und könnte auf diesen Stress sensibel reagieren.

Meditation dient nicht nur deiner inneren Entspannung. Dabei geht es auch um emotionale Stärkung, dein bewusstes Atmen und den Fokus und die Ruhe deiner Gedanken. Meditierst du regelmäßig, kannst du auch zwischendurch viel schneller abschalten, deine Sorgen beruhigen oder dich im größten Trubel auf dich und dein Baby fokussieren. Sogar auf die Geburt hat eine regelmäßige Meditation einen guten Einfluss, denn du kannst mit der richtigen Technik deinen Atem steuern, dich darauf konzentrieren und damit beruhigen.

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Liderina/Shutterstock.com

Meditation in der Schwangerschaft: so geht’s

  1.     Finde einen bequemen Sitz

Stelle sicher, dass du nicht gestört wirst. Vielleicht eignet sich der Mittagsschlaf der größeren Geschwister oder eine kurze Zeit am Morgen, wenn alle noch schlafen. Hauptsache, du bist ungestört und nur für dich und dein Baby. Setze dich bequem auf den Boden. Du kannst noch im Schneidersitz oder Fersensitz sitzen? Dann setze dich etwas erhöht auf ein Kissen, damit der Bauch gut Platz hat. Ansonsten strecke die Beine einfach nach vorne aus. Vor allem mit Babybauch, schmerzendem Rücken oder lockerer Symphyse achte auf eine bequeme Sitzhaltung.

Setze dich auch gerne gegen eine Wand gestützt auf, so entlastet du am besten deinen Rücken und sitzt dennoch aufrecht.

  1.     Lege eine Zeit fest, in der du ungestört bist

Jetzt darf niemand stören! Schalte dein Handy aus.

Je nachdem, wie viel Zeit du mit deiner Meditation verbringen möchtest, stelle dir einen Wecker auf 10, 15 oder 20 Minuten.

  1.     Komme im Moment an

Schließe deine Augen und lege deine Hände auf den Oberschenkeln locker ab. Achte auf deinen Atem. Spürst du, wie er durch die Nase ein- und ausströmt? Lass den Mund dabei geschlossen, löse den Ober- vom Unterkiefer und richte deine Gedanken nach innen, auf dich und dein Baby. Schau dir deine Gedanken an. Bewerte sie nicht, sondern lass sie an dir vorüberziehen. Schaue ihnen nach und lass sie gehen. Konzentriere dich auf deinen Atem und höre genau hin.

  1.     Konzentriere dich auf den Atem

Atme nun bewusst für 4 Zeiten ein, halte den Atem kurz für 4 Zeiten an und atme für 6 Zeiten bewusst und langsam aus. Wiederhole diese Atemübung solange sie dir und dem Baby guttut.

  1. Nachspüren

Wenn du den Wecker hörst, komme langsam wieder zurück. Spüre nach, wie es dir geht. Hat sich etwas verändert? Ist das Baby ruhiger geworden? Haben meine Gedanken aufgehört zu kreisen? Stehe erst auf, wenn du wieder angekommen bist, bei dir. Räkle und strecke dich und achte auf langsames und Rücken gerechtes Aufstehen.

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Meditation entspannt nicht nur dich, sondern auch dein Baby. Fizkes/Shutterstock.com

Meditieren: mit regelmäßiger Praxis zur inneren Ruhe

Für einen spürbaren Effekt übe diese kleine atembasierte Meditation jeden Tag. Sie bildet eine gute Basis. Es gibt noch viele weitere Techniken und Übungen, um Meditation in deinen Alltag zu integrieren. Denn auch mit Baby ist es sinnvoll, sich ab und zu aus der Hektik des Alltags rauszunehmen und nur auf sich zu fokussieren. Bist du innerlich ruhiger, bleibst du es auch in hektischen und lauten Situationen mit Baby.

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Sun Shine/Shutterstock.com

Wenn du dich mehr mit dem Thema Mediation beschäftigen möchtest, empfehlen wir dir folgende Bücher und Apps:

Meditation: Mehr Klarheit und innere Ruhe, GU Verlag

7Mind App: Sieben Minuten am Tag meditieren. Unterschiedlichste Programme setzen den Fokus auf das, was du in dem Moment brauchst.

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Bella Berlin

Unsere Autorin Bella Berlin ist studierte Journalistin, Mompreneur und Bloggerin auf familieberlin.de. Seit 3 Jahren schreibt sie dort über ihr Leben als Mutter, inzwischen zweier Töchter (3 und 1), über Vereinbarkeit, den Weg in die Selbstständigkeit und alles, was im Familienleben so passieren kann.

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