Periduralanästhesie – Geburt mit oder ohne PDA

Die Geburt eines Kindes ist eines der wunderbarsten, aber auch intensivsten Erlebnisse im Leben einer Frau. Jede Mama wünscht sich eine sichere und möglichst schmerzarme Geburt. Dabei steht euch eine Reihe von Schmerzmanagementmethoden zur Verfügung. Eine der bekanntesten und häufig genutzten Methoden ist die Periduralanästhesie, kurz PDA.
Periduralanaesthesie kurz PDA

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Es ist vollkommen normal, sich über den bevorstehenden Geburtsprozess und die damit verbundenen Schmerzen Gedanken zu machen. Aber Wissen ist Macht, und je mehr ihr wisst, desto besser könnt ihr euch auf diesen besonderen Moment vorbereiten und eine Geburtserfahrung gestalten, die so positiv und kontrolliert wie möglich ist.

 

In diesem Artikel erklären wir dir, wie eine PDA abläuft, welche Risiken sie möglicherweise mit sich bringt und ob diese Methode für dich in Frage kommt. 

Was ist eine PDA (Periduralanästhesie)?

Die Periduralanästhesie, oft einfach als PDA bekannt, ist eine gängige Methode, um während der Geburt Schmerzen zu lindern. Dabei wird ein Betäubungsmittel in den Bereich um das Rückenmark gespritzt, genau dort, wo die Nerven die Schmerzsignale an dein Gehirn senden.

Bei diesem Verfahren wird ein Betäubungsmittel durch einen feinen Katheter in den Epiduralraum eingebracht, der sich um das Rückenmark herum befindet. Dieser Raum ist genau dort, wo die Nerven, die die Schmerzsignale von deinem Unterleib und deinen Beinen zum Gehirn leiten, lokalisiert sind.

Die Gabe des Betäubungsmittels blockiert temporär die Schmerzsignale, die durch diese Nerven geleitet werden. Das Ergebnis ist eine erhebliche Verringerung des Schmerzes im unteren Teil deines Körpers, während du vollkommen wach und bei Bewusstsein bleibst.

Ein wichtiger Aspekt der PDA ist ihre Flexibilität. Die Dosierung und die Wirkstärke können individuell angepasst werden, sodass du entweder eine teilweise oder eine fast vollständige Schmerzlinderung erreichen kannst, je nachdem, was du und dein Geburtsteam für am besten halten. Dies ermöglicht es dir, während der Geburt aktiv beteiligt zu sein und den Moment der Ankunft deines Babys bewusst zu erleben.

Wie läuft eine PDA unter der Geburt ab?

Die Periduralanästhesie (PDA) während der Geburt ist ein anpassungsfähiges Verfahren, das individuell auf die Bedürfnisse jeder Mama zugeschnitten wird. Ob du dich schon früh für eine PDA entscheidest und alle Vorkehrungen triffst, oder ob du dich erst unter der Geburt dafür entscheidest – es gibt für jede Situation eine passende Lösung.

 

Vorbereitung und Entscheidung: Es ist eine gute Idee, dich schon vor dem Geburtstermin mit deiner Klink über die PDA zu unterhalten und den dazugehörigen Fragebogen auszufüllen. Das ist besonders nützlich, wenn du bereits entschieden hast, dass du eine PDA möchtest. Viele Kliniken empfehlen sogar, den Fragebogen ein paar Wochen vor dem errechneten Termin abzugeben. So musst du dich während der Geburt nicht mit zusätzlichen Papierkram auseinandersetzen.

Wenn du noch unsicher bist, ob du eine PDA in Anspruch nehmen möchtest, kannst du die Entscheidung aufschieben, bis die Wehen einsetzen. Es kann aber auch dann sinnvoll sein, die Formulare vorher auszufüllen, selbst wenn du dich gegen die PDA entscheidest. Auf diese Weise vermeidest du es, unter den Strapazen der Geburt noch Formulare ausfüllen zu müssen und du kannst dich voll und ganz auf die Geburt konzentrieren.

Optimaler Zeitpunkt für die PDA: Der ideale Zeitpunkt für das Setzen einer PDA hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der Weite des Muttermundes. Die PDA wird normalerweise empfohlen, wenn der Muttermund 4 bis 5 Zentimeter geweitet ist, um sicherzustellen, dass sie vollständig wirkt, wenn du sie am meisten benötigst.

Positionierung: Für die PDA nimmst du eine sitzende oder seitlich liegende Position ein, die deinen Rücken freilegt und das Einsetzen der Nadel erleichtert.

Desinfektion und Lokalanästhesie: Der Bereich deines unteren Rückens wird gründlich desinfiziert, um Infektionsrisiken zu minimieren. Anschließend wird eine lokale Betäubung aufgetragen, um die Haut und das umliegende Gewebe zu betäuben. Dies soll den kleinen Stich der Nadel, die für das Einsetzen des Epiduralkatheters verwendet wird, weniger spürbar machen.

Einführen des Katheters: Ein dünner Katheter wird durch eine Nadel in den Epiduralraum (am unteren Bereich deines Rückens) eingeführt, durch den das Betäubungsmittel gegeben wird. Nachdem der Katheter korrekt positioniert ist, wird die Nadel entfernt, und der Katheter bleibt für die Verabreichung des Betäubungsmittels während der Geburt in Position.

Dosierung des Betäubungsmittels: Über den Katheter werden Betäubungsmittel verabreicht, die die Nervenimpulse blockieren, welche Schmerzsignale an das Gehirn senden. Die Dosierung wird sorgfältig überwacht und angepasst, um den gewünschten Grad an Schmerzlinderung zu erreichen, während gleichzeitig eine gewisse Mobilität erhalten bleibt, sodass du ggf. deine Position ändern und aktiv am Geburtsprozess teilnehmen kannst.

Überwachung und Anpassung: Nachdem die PDA gesetzt ist, wirst du kontinuierlich überwacht. Das medizinische Team wird auf Anzeichen einer effektiven Schmerzlinderung sowie auf mögliche Nebenwirkungen achten, wie einen niedrigen Blutdruck oder eine unvollständige Schmerzlinderung, und die Dosierung nach Bedarf anpassen.

Nach der Geburt: Der Epiduralkatheter wird normalerweise kurz nach der Geburt entfernt. Du wirst weiterhin auf eventuelle Nachwirkungen der Anästhesie überwacht, wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder, in seltenen Fällen, Kopfschmerzen.

Wie sieht eine PDA Spritze aus und wie fühlt sie sich an?

Die Periduralanästhesie (PDA) wird mit einer speziellen Spritze und Nadel durchgeführt, die speziell dafür entworfen sind, den Epiduralraum sicher zu erreichen. Die Nadel, die für eine PDA verwendet wird, ist länger und dicker als eine normale Injektionsnadel, da sie tief genug eindringen muss, um den Epiduralraum zu erreichen, der sich außerhalb des Rückenmarkkanals befindet. Die Nadel, die für eine Periduralanästhesie (PDA) verwendet wird, ist typischerweise etwa 8 bis 10 Zentimeter lang. Diese Länge ist notwendig, um den Epiduralraum zu erreichen, der sich tief zwischen den Wirbeln des Rückens befindet.

 

Die PDA-Nadel ist anfangs von einer Führungsnadel umgeben, die als Hilfe dient, um die Nadel durch die festeren Gewebeschichten bis zum Epiduralraum zu führen. Nachdem der richtige Bereich erreicht ist, wird die eigentliche Epiduralnadel durch die Führungshülle geschoben. Diese Nadel hat eine spezielle Spitze, die so gestaltet ist, dass sie das Einführen des Katheters in den Epiduralraum erleichtert, ohne das Rückenmark oder die Nerven zu beschädigen.

 

Wie fühlt sich eine PDA an? Das Setzen einer PDA kann unterschiedlich empfunden werden, ist aber in der Regel nicht sehr schmerzhaft, weil vor dem Einführen der Epiduralnadel eine lokale Betäubung erfolgt. Die lokale Betäubung wird dazu verwendet, den Bereich zu betäuben, durch den die Epiduralnadel eingeführt wird. Mamas beschreiben das Gefühl oft als einen kurzen Stich oder Druck im Rücken, wenn die lokale Betäubung appliziert wird, und ein Druckgefühl, wenn die eigentliche Epiduralnadel eingeführt wird. Sobald der Katheter platziert ist und das Betäubungsmittel zu wirken beginnt, spürt man in der Regel eine nachlassende Schmerzintensität im Unterleibsbereich.

 

Es ist wichtig, während des Einführens der Nadel stillzuhalten, was aufgrund der Wehen eine Herausforderung darstellen kann. Das medizinische Personal wird dir dabei helfen, eine geeignete Position einzunehmen und dich während des Vorgangs unterstützen.

Wird die PDA während oder zwischen den Wehen gesetzt?

Es wird in der Regel empfohlen, die PDA zwischen den Wehen zu setzen, nicht während einer Wehe. Dies ist aus mehreren Gründen wichtig:

 

Stillhalten: Während einer Wehe kann es für die werdende Mutter schwierig sein, still zu bleiben, was für das präzise und sichere Setzen der Nadel notwendig ist.

 

Genauigkeit: Zwischen den Wehen ist der Körper weniger angespannt, was dem Anästhesisten ermöglicht, die Nadel genauer zu platzieren.

 

Der Anästhesist oder das medizinische Personal wird eng mit dir zusammenarbeiten, um den besten Zeitpunkt für das Setzen der Nadel zu wählen.

Wie schmerzhaft ist eine Geburt mit PDA?

Die Verwendung einer Periduralanästhesie (PDA) während der Geburt kann die Schmerzen deutlich lindern. Viele Frauen berichten, dass die Wehenschmerzen durch die PDA von intensiv zu leicht oder fast unmerklich reduziert werden. Diese Form der Anästhesie blockiert effektiv die Schmerzsignale, die an das Gehirn gesendet werden, was bedeutet, dass die Intensität der Schmerzen während der Geburt stark gemildert wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Geburt einzigartig ist und dass die Schmerzwahrnehmung variieren kann. Einige Frauen berichten, dass sie trotz der PDA Wehenschmerzen spüren, besonders wenn das Baby sich durch den Geburtskanal bewegt. Andere wiederum fühlen sich fast völlig schmerzfrei.

 

Obwohl eine PDA sehr effektiv in der Schmerzlinderung ist, gibt es Fälle, in denen die Anästhesie nicht vollständig wirkt oder ungleichmäßig wirkt, was zu sogenannten „Hot Spots“ führen kann, wo der Schmerz stärker durchdringt. Hier muss ggf. das medizinische Personal in Abstimmung mit dir die PDA anpassen.

Welche Nebenwirkungen hat eine PDA?

Die PDA ist eine effektive Methode zur Schmerzlinderung während der Geburt, kann jedoch auch einige Nebenwirkungen haben. Hier sind die häufigsten Nebenwirkungen einer PDA:

 

Blutdruckabfall: Eines der häufigsten Probleme ist ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks. Dies kann sowohl für die Mama als auch für das Baby riskant sein, da ein verminderter Blutdruck die Blutversorgung und damit die Sauerstoffversorgung des Babys beeinträchtigen kann. Das medizinische Team überwacht den Blutdruck kontinuierlich, um entsprechend reagieren zu können.

 

Kopfschmerzen: Manche Frauen erleben nach einer PDA Kopfschmerzen, die durch das Austreten von Wirbelsäulenflüssigkeit an der Einstichstelle verursacht werden können. Diese Art von Kopfschmerzen wird als postduraler Punktionskopfschmerz bezeichnet und kann behandelt werden, wenn er auftritt.

 

Schwierigkeiten beim Urinieren: Die Betäubung kann die Fähigkeit beeinträchtigen, die Blase zu kontrollieren, weshalb manchmal ein Katheter notwendig wird, bis die Wirkung der Anästhesie nachlässt.

 

Rückenschmerzen: Obwohl selten, können einige Frauen nach einer PDA Rückenschmerzen am Einstichort verspüren. Diese Schmerzen sind normalerweise vorübergehend.

 

Nervenschäden: Sehr selten kann es zu einer Beschädigung der Nerven in der Nähe der Einstichstelle kommen, was zu langfristigen Problemen führen kann. Dies ist jedoch eine sehr seltene Komplikation.

 

Fieber: In einigen Fällen kann eine PDA zu einem Anstieg der Körpertemperatur führen, was sowohl für die Mutter als auch für das Baby zusätzliche Überwachung erfordert.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten dieser Nebenwirkungen selten sind und die meisten Frauen PDA als sichere und effektive Methode zur Schmerzlinderung während der Geburt empfinden.

Die Vorteile der Schmerzlinderung durch die PDA

Die PDA unter der Geburt ist eine bewährte Methode zur Schmerzlinderung und bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die weit über die bloße Schmerzreduktion hinausgehen. Hier sind einige der Schlüsselvorteile, die dir eine PDA bieten kann:

 

Effektive Schmerzreduktion: Die PDA gilt als eine der effektivsten Methoden zur Linderung der Schmerzen, die mit den Wehen und der Geburt verbunden sind. Viele Frauen berichten von einer erheblichen Schmerzreduktion, die es ihnen ermöglicht, aktiver und bewusster am Geburtsprozess teilzunehmen.

 

Erhaltung der Energie: Durch die Reduzierung der Schmerzen während der Wehen hilft die PDA den Mamas, ihre Energie zu bewahren. Dies kann besonders nützlich sein, um Kraft für die entscheidenden Phasen der Geburt, wie die Austreibungsphase, zu haben.

 

Reduzierung von Angst und Stress: Die Kontrolle über die Schmerzen kann dazu beitragen, Angst und Stress während der Geburt zu verringern. Dies fördert ein positiveres Geburtserlebnis und kann das Wohlbefinden der Mama erheblich verbessern.

 

Anpassbare Schmerzkontrolle: Eine PDA ermöglicht eine flexible Handhabung der Schmerzlinderung. Das medizinische Team kann die Dosis des Anästhetikums anpassen, um den Bedürfnissen der Mama während verschiedener Geburtsphasen gerecht zu werden.


Gesteigertes Kontrollgefühl: Einige Frauen empfinden es als vorteilhaft, dass sie dank der PDA aktiv am Geburtsprozess teilnehmen können, ohne von den Schmerzen überwältigt zu werden. Dies kann das Erlebnis der Geburt positiv beeinflussen und die Zufriedenheit mit der Geburtserfahrung erhöhen.

Die Nachteile der Schmerzlinderung durch die PDA

Während die Periduralanästhesie viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Nachteile und Risiken, die werdende Mamas berücksichtigen sollten:

 

Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit: Die PDA kann die Bewegungsfähigkeit in den Beinen verringern, was es der Mutter schwer macht, während der Geburt verschiedene Positionen einzunehmen. Dies kann den Geburtsprozess verlangsamen und macht manchmal eine aktivere Unterstützung durch das Geburtsteam notwendig.

 

Verlängerte Geburtsdauer: In einigen Fällen kann die PDA die Dauer der Geburt verlängern, insbesondere die Phase des aktiven Pressens. Dies kann teilweise darauf zurückgeführt werden, dass die Mama die Wehen weniger intensiv spürt und daher weniger effektiv mitarbeitet.

 

Risiko von Nadelverletzungen: Obwohl selten, besteht ein geringes Risiko, dass die Nadel während des Einführens der PDA Nerven oder das Rückenmark verletzt, was zu langfristigen Problemen führen kann.

Unvollständige Schmerzlinderung: In einigen Fällen kann die PDA nicht den gesamten Schmerzbereich abdecken, was zu einer ungleichmäßigen oder unzureichenden Schmerzlinderung führt. Dies kann zusätzliche Interventionen oder eine alternative Schmerzbehandlung notwendig machen.

 

Einsatz eines Blasenkatheters: Aufgrund der reduzierten Empfindlichkeit und Kontrolle über die unteren Körperregionen kann es notwendig sein, einen Blasenkatheter einzusetzen, da die Fähigkeit, die Blase zu kontrollieren, beeinträchtigt sein kann.

 

Blutdruckabfall: Die PDA kann manchmal zu einem signifikanten Abfall des Blutdrucks führen. Dieser Zustand, bekannt als Hypotonie, bedarf einer sorgfältigen Überwachung, da er die Sauerstoffversorgung des Babys beeinträchtigen kann. Das medizinische Team setzt oft Flüssigkeiten intravenös ein und verwendet Medikamente, um den Blutdruck auf einem sicheren Niveau zu halten.


Kopfschmerzen nach der PDA: Manchmal kann die spezielle Nadel, die für die PDA verwendet wird, etwas Rückenmarksflüssigkeit austreten lassen. Das kann zu Kopfschmerzen führen, die meistens dann stärker sind, wenn du sitzt oder stehst, und nachlassen, wenn du liegst. Diese Kopfschmerzen sind in der Regel vorübergehend und lassen sich mit einfachen Maßnahmen wie Ruhe und viel Trinken behandeln.

Kann eine PDA Autismus auslösen?

Die Frage, ob eine PDA Autismus bei Kindern auslösen kann, wurde intensiv erforscht, und die überwiegende Mehrheit der Studien zeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Verwendung einer PDA während der Geburt und einem erhöhten Autismusrisiko bei Kindern gibt.

 

Einige Studien hatten zunächst einen möglichen Zusammenhang aufgezeigt, was zu Bedenken führte. Allerdings waren diese Studien kritisiert worden, da sie viele wichtige sozioökonomische, genetische und medizinische Risikofaktoren für Autismus, die unabhängig von der PDA auftreten können, nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere eine Studie aus Kalifornien, die einen Zusammenhang zwischen PDA-Nutzung und einem 37% höheren Autismusrisiko bei Kindern suggerierte, wurde aufgrund dieser und weiterer Mängel in der Methodik kritisiert​ (Stanford Medicine)​​ (The ObG Project)​.

 

Weitere Untersuchungen, darunter eine groß angelegte Studie aus Kanada und retrospektive Analysen aus anderen Regionen, haben keinen überzeugenden Beweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen PDA und Autismus gefunden. Diese Studien betonen, dass frühere Ergebnisse wahrscheinlich durch nicht kontrollierte Störfaktoren verzerrt waren. Zusätzlich wurde in den Folgestudien kein biologisch plausibler Mechanismus gefunden, der eine solche Verbindung unterstützen könnte​ (Anesthesia Patient Safety Foundation)​​.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle wissenschaftliche Evidenz keinen Grund zur Annahme bietet, dass die Verwendung von Epiduralanästhesie während der Geburt das Risiko für Autismus bei Kindern erhöht.

Sollte ich mich für eine Geburt mit oder ohne PDA entscheiden?

Die Entscheidung, ob du bei der Geburt eine Periduralanästhesie (PDA) verwenden möchtest, hängt von einer Reihe persönlicher Überlegungen und medizinischen Faktoren ab. Zunächst ist es wichtig, deine eigene Schmerztoleranz zu bewerten. Wenn du dir unsicher bist, wie du auf intensive Wehenschmerzen reagieren wirst, könnte eine PDA eine beruhigende Option sein. Viele Frauen schätzen die effektive Schmerzlinderung, die sie ermöglicht, was ihnen erlaubt, aktiver und bewusster am Geburtsprozess teilzunehmen.

 

Auf der anderen Seite gibt es viele Frauen, die eine möglichst natürliche Geburt ohne medizinische Interventionen wie die PDA bevorzugen. Wenn das für dich wichtig ist, solltest du dich über alternative Schmerzlinderungsmethoden informieren, wie Atemtechniken oder Meditationstechniken. 

 

Es ist ebenfalls entscheidend, dass du medizinische Empfehlungen berücksichtigt. In bestimmten Situationen könnte dein Gesundheitszustand oder der deines Babys den Einsatz einer PDA ratsam machen. Dein Geburtsteam kann dir helfen, die beste Entscheidung auf Grundlage deiner gesundheitlichen Bedingungen zu treffen. Sprich am besten mit deiner Hebamme, deiner Gynäkologin oder auch deiner Klink im Vorfeld, ob diese Option für dich richtig ist.

Kann man eine Geburt ohne PDA aushalten?

Viele Frauen entscheiden sich für eine natürliche Geburt ohne PDA und meistern diesen intensive Erfahrung. Die Gründe für eine Geburt ohne PDA sind vielfältig und persönlich. Einige Frauen möchten den Geburtsprozess vollständig natürlich erleben, andere ziehen es vor, die volle Kontrolle über ihren Körper zu behalten oder möchten einfach medizinische Interventionen minimieren.

 

Es gibt eine Reihe effektiver Techniken zur natürlichen Schmerzbewältigung, die Frauen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Geburt ohne PDA zu bewältigen. Atemtechniken, Entspannungsübungen, der Einsatz von Wasser – sei es in einer Badewanne oder in einer Geburtswanne – sowie verschiedene Positionen während der Wehen können erheblich zur Schmerzlinderung beitragen. Viele Frauen nutzen auch die Unterstützung durch eine Hebamme oder Doula, die durch ihre Erfahrung und ihr Wissen wertvolle emotionale und physische Unterstützung bieten können.

 

Eine gründliche Vorbereitung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Durch den Besuch von Geburtsvorbereitungskursen können Frauen Techniken erlernen, die ihnen helfen, Ängste abzubauen und sich körperlich wie mental auf die Geburt vorzubereiten. Ein gut informierter und selbstbestimmter Ansatz kann Frauen stärken und ihnen das Vertrauen geben, dass sie die Geburt ohne PDA meistern können.

 

Das Vorhandensein eines unterstützenden Umfelds ist nicht zu unterschätzen. Die Anwesenheit des Partners, einer vertrauten Freundin oder eines Familienmitglieds während der Geburt kann zusätzlichen moralischen und emotionalen Beistand bieten. Diese Unterstützung kann entscheidend sein, um Frauen durch die herausfordernden Phasen der Geburt zu helfen.

 

Letztendlich ist es wichtig zu verstehen, dass viele Frauen die Geburt ohne PDA als eine bereichernde und ermächtigende Erfahrung empfinden. Der Schlüssel liegt in der Vorbereitung, der Unterstützung durch das Geburtsteam und dem Vertrauen in die eigene Kraft und Fähigkeit, diese natürliche Herausforderung zu meistern. Die Entscheidung für oder gegen eine PDA sollte nach sorgfältiger Überlegung und in Absprache mit medizinischen Fachkräften getroffen werden, basierend auf den individuellen Bedürfnissen und Umständen der werdenden Mama.

Wie lange dauert es von der PDA bis zur Geburt?

Die Dauer von dem Setzen einer PDA bis zur Geburt kann stark variieren und hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Stadiums der Wehen, in dem die PDA gegeben wird, sowie individuellen Unterschieden bei jeder Geburt.

 

Einfluss der PDA auf die Wehendauer: Die PDA kann die Wehen in einigen Fällen verlängern, besonders die zweite Phase der Geburt, die das aktive Pressen (wir sprechen lieber von Schieben bei keleya) umfasst. Dies liegt daran, dass die PDA die Schmerzwahrnehmung und möglicherweise die Kraft der Wehen reduziert, was zu einer verlängerten Austreibungsphase führen kann.

 

Individuelle Variabilität: Die Zeit von der PDA bis zur Geburt hängt auch stark von der individuellen Situation ab. Bei einigen Frauen, die bereits in fortgeschrittener Wehenphase sind, kann die Geburt kurz nach der PDA-Anwendung erfolgen. Bei anderen, die die PDA früher im Wehenverlauf erhalten, kann es mehrere Stunden dauern, bis das Baby geboren ist.

 

Timing der PDA: Üblicherweise wird die PDA verabreicht, wenn der Muttermund etwa 4-5 cm erweitert ist, was bedeutet, dass die Frau schon in aktiven Wehen ist. Wenn die PDA früh im Wehenverlauf gegeben wird, kann sie dazu beitragen, dass die Gesamtdauer der Geburt länger erscheint, als wenn die PDA später gegeben wird.

 

Es ist wichtig zu betonen, dass jede Geburt einzigartig ist. Einige Frauen erleben eine sehr schnelle Geburt nach der PDA, während es bei anderen länger dauern kann.

Was kostet eine PDA Geburt?

In Deutschland werden die Kosten für eine Periduralanästhesie (PDA) während der Geburt l von den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen vollständig übernommen. Du brauchst dir hier also keine Gedanken machen!

Welchen Einfluss hat die PDA auf die Wehentätigkeit?

Die PDA kann die Wehentätigkeit auf verschiedene Weisen beeinflussen:

  1. Verlangsamung der Wehen: Eine PDA kann dazu führen, dass die Wehen weniger intensiv oder langsamer werden. Dies liegt daran, dass die Schmerzlinderung auch die Muskelkontraktionen beeinflussen kann, die für die Wehen verantwortlich sind. In einigen Fällen kann es notwendig sein, die Wehen mit Medikamenten wie Oxytocin (auch als Pitocin bekannt) zu verstärken, um den Geburtsverlauf zu unterstützen.
  2. Verlängerte Geburtsdauer: Studien haben gezeigt, dass die zweite Phase der Geburt (die aktive Pressphase) bei Frauen mit PDA tendenziell länger dauern kann. Dies liegt daran, dass die Schmerzlinderung das Gefühl für den Druck und die Notwendigkeit zu pressen verringern kann.

Alternativen zur Periduralanästhesie (PDA)

Es gibt verschiedene Alternativen zur Periduralanästhesie, die werdende Mamas während der Geburt zur Schmerzlinderung nutzen können. Hier sind die gängigsten Methoden zur Schmerzlinderung während der Geburt (Auswahl, es gibt noch mehr aber die besprichst du am besten mit deinem Geburtsteam):

Natürliche Methoden

  • Atem- und Entspannungstechniken: Diese helfen, die Wehen besser zu bewältigen und Schmerzen zu lindern. Geburtsvorbereitungskurse bieten oft Schulungen in diesen Techniken an. Daneben erfreut sich Hypnobirthing immer größerer Beliebtheit.
  • Wassergeburt: Das Eintauchen in warmes Wasser kann die Schmerzen lindern und die Geburt erleichtern. Wassergeburten sind in vielen Kliniken und Geburtshäusern möglich oder für Hausgeburten kann auch ein Geburtspool gemietet werden.
  • Massagen und Akupressur: Druck auf bestimmte Körperpunkte kann den Schmerz reduzieren und Entspannung fördern.

Medikamentöse Methoden

  • Lachgas (Distickstoffmonoxid): Dieses Gas bietet eine leichte Schmerzlinderung ohne die Bewegungsfähigkeit der Mama zu beeinträchtigen. Es wirkt schnell und kann bei Bedarf während der Wehen verwendet werden.
  • Buscopan: Dieses Medikament wird zur Entspannung der glatten Muskulatur verwendet und kann helfen, Krämpfe zu lindern und den Muttermund zu entspannen, was den Geburtsverlauf erleichtert.
  • Andere krampflösende Medikamente: Spasmolytika wie Butylscopolamin werden eingesetzt, um Krämpfe zu lindern und die Muskulatur zu entspannen. Diese Medikamente können intravenös verabreicht werden und helfen, den Schmerz zu reduzieren.
  • schwach wirksame Opioide: Schmerzmittel wie Morphin oder Fentanyl können intravenös oder intramuskulär verabreicht werden und bieten eine effektive Schmerzlinderung. Sie können jedoch Nebenwirkungen wie Übelkeit und Schläfrigkeit verursachen.

EMS-Geräte (Elektrostimulation)

  • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation): TENS-Geräte verwenden milde elektrische Ströme, die über Elektroden auf der Haut abgegeben werden, um Schmerzsignale zu blockieren und die Freisetzung von Endorphinen zu fördern. Diese Geräte können während der Wehen verwendet werden, um Schmerzen zu lindern und sind eine nicht-medikamentöse Option.

Unterstützung durch eine Doula

Emotionale und physische Unterstützung: Doulas sind geschulte Geburtsbegleiterinnen, die kontinuierliche Unterstützung während der Wehen und Geburt bieten. Sie nutzen verschiedene Techniken zur Schmerzlinderung und helfen, die Gebärende emotional zu unterstützen.

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